Regestendatenbank - 182.315 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

Sie sehen den Datensatz 1010 von insgesamt 1024.

Heinrich schenkt auf Intervention seiner Gemahlin Kunigunde dem Kloster Michaelbeuren eine Königshufe zu Lauterbach. – Fälschung (S. M. P.).

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Cod. trad. et privil. monasterii Michaelburiani aus der zweiten Hälfte des 13. Jh. f. 48' im Klosterarchiv Michaelbeuren (A).

Filz, Gesch. v. Michaelbeuren 2 (Salzburg 1833) 744 no. 2 aus A mit MXXX zu 1036; MG. DD. 3, 691 no. 534; Hauthaler-Martin, Salzburger UB. 2, 126 no. 72.

Stumpf 1838.

Kommentar

Nach Bresslaus Vorbemerkung zu DH. II. 534 und Hauthaler-Martin l. c. ist es bei dieser vielleicht um 1249 entstandenen Fälschung nicht leicht festzustellen, ob der Fälscher Heinrich II. oder einen späteren Herrscher dieses Namens als den Aussteller der Urkunde ausgeben wollte; dagegen beweist das hinter der Datierungszeile angebrachte Eigenhändigkeitszeichen (S. M. P.), daß er ein Diplom Heinrichs III. benutzt hat. Die ganz willkürliche Veränderung der Datierung, die Mängel der Fassung und die Tatsachen, daß Heinrich III. bei Lebzeiten seines Vaters nie geurkundet hat und das Eigenhändigkeitszeichen in seinen Diplomen erst seit 1042, also mehrere Jahre nach dem Tode der Königin Kunigunde, auftritt, schließen eine Echtheit des Stückes aus. – Nach Hauthaler l. c. 1, 787 no. 40 besaß Michaelbeuren die Kirche zu Lauterbach samt dem Stiftsgut durch eine Tradition, die nach 1125 Aug. 24 erfolgt ist.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 2063, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1024-00-00_2_0_2_4_1_1010_2063
(Abgerufen am 14.12.2017).