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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich teilt sein Heer in drei Marschkolonnen. Während er selbst mit der stärksten Streitmacht durch die Marken (an der Ostküste) nach Süden zieht, marschiert Erzbischof Poppo von Aquileia mit 11.000 Mann durch das Gebiet der Maser Grafen, die sich unterwerfen. Erzbischof Pilgrim von Köln stößt mit 20.000 Mann über Rom in das Fürstentum Capua vor, um den Fürsten Pandulf und dessen Bruder, den Abt Atenulf von Montecassino, gefangenzusetzen. Dieser kann entfliehen, Pandulf aber wird in Capua eingeschlossen und zur Übergabe gezwungen. Erzbischof Pilgrim belagert darauf den Fürsten Weimar IV. in Salerno, der sich erst nach vierzigtägiger Belagerung ergibt und seinen gleichnamigen Sohn als Geisel stellt (vgl. Reg. 2019 a). – In den St. Gallener Quellen wird noch die Unterwerfung Neapels erwähnt.

Überlieferung/Literatur

Leo, Chron. monast. Casinensis II, cap. 39 f. (SS. 7, 654); Amatus I, cap. 25 (FSI. 76, 1935, 33 f.); Ann. Sangall. maior. (SS. 1, 82); Casus s. Galli cont. II (SS. 2, 155).

Kommentar

Abt Atenulf ist am 30. März auf der Überfahrt nach Konstantinopel durch Schiffbruch zugrunde gegangen; vgl. SS. 7, 654 Anm. 77 und FSI. l. c. 37 Anm. 3. – Vgl. Jbb. Heinrichs II. 3, 198 f.; L. Heinemann, Geschichte der Normannen in Unteritalien u.Sizilien 42 ff.; G. Mor. L'etá feudale 1, 568 f. (Storia politica d'Italia, 1952); Holtzmann, Kaiserzeit 477 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 2012a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1022-01-00_1_0_2_4_1_924_2012a
(Abgerufen am 31.03.2017).