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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich schenkt der bischöflichen Kirche von Merseburg die Stadt Leipzig mit allem Zubehör. – Fälschung aus dem Ende des 13. Jh. von der gleichen Hand, die auch DH. II. 529 (Reg. 2012) angefertigt hat. Nach Bresslaus Vorbemerkung zu DH. II. 528 existierte keine echte Urkunde Heinrichs II. über Leipzig, wohl aber ein gleichzeitig mit DH. II. 374 (Reg. 1911) ausgestelltes Dep. über eine Kirche zu Leipzig, von dem Thietmar VII, 66 berichtet. Der Fälscher nahm das Eingangsprotokoll und die Arenga aus dem DH. II. 221 (Reg. 1734) und das Eschatokoll, mit Ausnahme des Monogramms, aus dem DH. II. 450 (Reg. 1992); dieses Diplom lieferte auch im wesentlichen den Kontext, der aber auch aus einem Dep. Heinrichs II. stammen könnte; für das Monogramm diente das von DH. II. 221 als Vorbild, das gefälschte Siegel ist dem des DH. III. 66 nachgebildet; „Si ecclesiarum dei.”

Überlieferung/Literatur

Angebl. Merseburg Domstiftsarchiv (A).

(Brotuff), Chronica von den Antiquiteten T. III zit.; Kehr, UB. d. Hochstiftes Merseburg 1, 54 no. 60; MG. DD. 3, 682 no. 528.

Böhmer 1215; Stumpf 1770.

Kommentar

Zur Entstehung der Fälschungen DDH. II. 528, 529 (Reg. 2012) vgl. Kehrs Ausführungen l. c. 382 no. 474 und 1087 no. 157 a.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1996, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1021-10-05_1_0_2_4_1_902_1996
(Abgerufen am 24.03.2017).