Regestendatenbank - 182.315 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

Sie sehen den Datensatz 875 von insgesamt 1024.

Heinrich erläßt auf Intervention der Kaiserin Kunigunde und des Bischofs Eberhard von Bamberg den Kolonen eines Gutes in Boppard (Kr. St. Goar, RB. Koblenz), welches ihm vom Grafen Balderich übereignet worden war und das der König der bischöflichen Kirche von Bamberg geschenkt hatte, alle bisher an den dortigen Königshof entrichteten Leistungen und verleiht der Bamberger Kirche für dieses Gut die Immunität (qualiter nos ... interventu etiam Chvnigvndae dilectae coniugis nostrae ... ac venerabilis viri Eberhardi sancti Babenberchensis ecclesiae episcopi colonis, qui inhabitant vel posthac inhabitabunt predium, quod Paldricus comes in Pochpartun nobis tradidit et nos prefatae Babenberchensi ecclesiae per preceptum concessimus, omne debitum, quod hucusque curti nostrae persolvant, araturam scilicet et si quae alia de fisco ab eis exigebantur, ... ab huiusmodi debiti iugo absolvimus. Precipientes etiam precipimus, ut nullus comes ... de eisdem colonis in aliqua re se intromittat nihilque ab eis posthac exigat, nisi advocatus ministerialis ecclesiae, quem episcopus sibi eligerit auf constituerit). – Cuntherius canc. ad vicem Erkenbaldi archicap.; verfaßt und geschrieben von GF; M.; SI. 3; „Noverit omnium Christi.”

Überlieferung/Literatur

München Hauptstaatsarchiv (A).

Heyberger, Ichnographia Babenb. 1, 126 Extr. aus A mit ind. IIII; MG. DD. 3, 560 no. 438.

Böhmer 1211; Stumpf 1762; Guttenberg 164.

Kommentar

Die Nachtragung des Tagesdatums ist unterblieben; die übereinstimmenden Angaben des Inkarnations- und der Regierungsjahre weisen das Diplom in die Zeit zwischen 1020 Dez. 25 und 1021 Feb. 14; daß der Kaiser nach dem 26. Dez. 1020 von Hammerstein nach Köln gegangen ist, wird glaubwürdig bezeugt (vgl. Jbb. Heinrichs II. 3, 176 ff.). Zweifelhaft kann also nur sein, ob das Diplom noch in die letzten Tage des Jahres 1020 oder in die ersten des Jahres 1021 gehört. – Die Urkunde, durch welche das Bopparder Gut an Bamberg gekommen war, ist verloren (Reg. 1979); über den Bamberger Besitz in Boppard vgl. F. J. Heyen, Reichsgut im Rheinland, Rheinisches Archiv 48 (1956) 56 f.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1980, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1021-00-00_1_0_2_4_1_875_1980
(Abgerufen am 24.10.2017).