Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

Sie sehen den Datensatz 847 von insgesamt 1024.

Heinrich schenkt auf Intervention des Bischofs Meinwerk von Paderborn und für dessen unermüdliche Dienste dem Kloster Abdinghof, welches der genannte Bischof in Paderborn gegründet hatte, den Hof Drebber (Kr. Diepholz, Niedersachsen) im Gau Westfalen in der Grafschaft des Grafen Hermann mit allem Zubehör zu freiem Verfügungsrecht zum Nutzen des Klosters (qualiter nos ... per interventum ac indefessum servitium venerabilis episcopi Megenwardi quandam nostri iuris curtem Triburi nominatam in pago Saxonico Wesfala sitam in comitatu Herimanni comitis cum omnibus appendiciis servis et ancillis, liberis quoque – cum tali servitio et censu, qualem nobis persolvebant et agebant – ... ad abbatiam in Patherbrunnon a predicto episcopo Meginwarco inchoatam et stabilitam ad ęcclesiam ab eodem in honore domini Salvatoris et omnium sanctorum dedicatam donavimus, ea scilicet ratione ut monachi sub regula sancti Benedicti inibi deo servientes deinceps liberam de eadem curte habeant potestatem utendi mutandi et ad communem usum illorum quicquid exinde libuerit tractandi). – Guntherius canc. ad vicem Erchenbaldi archicap.; verfaßt und nach Ausweis der Nachzeichnung in C auch geschrieben von GF; M.; „Si ęterna et.”

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Abschrift des 11. Jh. im Abdinghof er Evangeliar im Domschatz zu Trier (C).

Auszug in der Vita Meinwerci cap. 166 bei Brower, Sidera 54, in MG. SS. 11, 143 und in SS. schol. 91 cap. 166; MG. DD. 3, 534 no. 421.

Böhmer 1194; Stumpf 1740 zu Februar 19.

Kommentar

Da sich im Text einige Ausdrücke aus dem DH. II. 422 (Reg. 1963) oder aus der für letzteres Diplom benutzten Bamberger Urkunde finden, ist es nach Bresslaus Vorbemerkung zu DH. II. 421 wahrscheinlich, daß die Urkunde in Bamberg mundiert wurde und daß die Datierung auf die Handlung zu beziehen ist. Das von Bresslau l. c. mit 18. Februar aufgelöste Tagesdatum ist auf den 19. Februar zu korrigieren, denn 1020 war ein Schaltjahr. – Der Ortsname ist, wie eine Urkunde von 1094 (Philippi, Osnabrücker UB. 1, 181 no. 209) beweist, nur auf Drebber zu beziehen und nicht auf Drewer im Kr. Lippstadt; vgl. dazu Bresslau l. c. und Vita Meinwerci (SS. schol.) 91 Anm. 2.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1962, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1020-02-19_1_0_2_4_1_847_1962
(Abgerufen am 24.03.2017).