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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich schenkt dem Kloster Michelsberg bei Bamberg die von einem rechtlos verstorbenen Giselinus durch Erbrecht an ihn gekommene Besitzung Lantershofen (Kr. Ahrweiler, Rheinl.-Pfalz) im Ahrgau in der Grafschaft des Grafen Ernfried mit allem Zubehör zu freiem Verfügungsrecht zum Nutzen des Klosters (quia predium, quod nobis hereditario iure ex parte cuiusdam Gesilini sine lege defuncti successit, 〈nostro〉 Babenbergensi monasterio in honore sancti Michaelis archangeli constructo deo fratribusque inibi sub regula sancti Benedicti militantibus in pago Arengowe dicto in comitatu Ernfridi comitis situm Lantherishoffe dictum ... largimur atque concedimus cum omni legalitate ad idem predium pertinente, ... ea scilicet racione ut venerabilis 〈memorie〉 dominus Rato abbas, qui eidem modo presidet monasterio, suique successores ceterique fratres ibidem sub monachali vita deo servientes liberam exinde habeant potestatem fruendi et in utilitatem ecclesie quicquid eis placuerit faciendi). – Verfaßt von GF; „Si ecclesias dei.”

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Abschrift aus den Jahren 1487–1494 in Andreas Lang, Catalogus abb. mon. s. Michaelis, Ms. hist. 2, f. 73' in der Staatl. Bibliothek Bamberg; Abschrift vom J. 1494 in desselben Fasciculus abb. s. Michaelis, Ms. hist. 1, f. 3 ebenda.

Bruschius, Chronol. 88 zit.; MG. DD. 3, 529 no. 414.

Görz 1208; Stumpf 1731.

Kommentar

Gegen Bloch NA. 19 (1894) 644 ist nach Bresslaus Vorbemerkung zu DH. II. 414 das Diktat dem GF und nicht dem GD zuzuweisen; der Stil beider hat zwar große Ähnlichkeit, ist aber doch zu unterscheiden. Die Interpolation des Wortes nostro richtet sich gegen die seit der Gründung gegebene Rechtslage als Bamberger Eigenkloster; vgl. dazu Guttenberg, Regg. d. Bischöfe v. Bamberg no. 119; die von Bloch l. c. Anm. 5 beanstandeten Teile des Textes sind nach Bresslau l. c. bis auf das Wort memorie nicht eindeutig als Interpolationen zu erweisen. – Lantershofen wurde später vom Kloster vertauscht, vgl. Reg. 1893.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1955, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1019-07-01_2_0_2_4_1_833_1955
(Abgerufen am 21.01.2017).