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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich ernennt den Melus zum Herzog von Apulien.

Überlieferung/Literatur

Notae sepulcr. Babenberg. (SS. 17, 640); Adalbert cap. 22 (SS. 4, 805); der Titel „dux Apuleae” auch bei Lupus (SS. 5, 57 zu 1020).

Kommentar

Melus, ein vornehmer Bürger von Bari, hatte seit 1009 mit wechselndem Erfolg versucht, die byzantinische Herrschaft in Apulien zu beseitigen. Nach seiner Niederlage bei Cannae Anfang Oktober 1018 mußte er nach Deutschland fliehen, wo er am 23. April 1020 in Bamberg verstorben ist; zum Todesdatum vgl. Guttenberg, Regg. d. Bischöfe v. Bamberg no. 159, und zum apulischen Aufstand, der die Unterstützung Papst Benedikts VIII. gefunden hatte, vgl. Ann. Barens. (SS. 5, 53) irrtümlich zu 1019; Lupus (SS. 5, 57) zu 1019; Leo v. Ostia cap. 37, 39 (SS. 7, 651 ff.) spricht von zwei Reisen des Melus nach Deutschland; nach Amatus cap. 21 ff. (FSI. 76, 1935, 27) und Wilhelm (SS. 9, 243) soll der Kaiser dem Melus Versprechungen gemacht haben. – Vgl. Jbb. Heinrichs II. 3, 147 ff., 160 f.; L. Heinemann, Geschichte d. Normannen in Unteritalien 1 (1894) 29 ff.; G. Mor, L'età feudale 1, 560 ff. (in Storia politica d'Italia, 1952); Holtzmann, Kaiserzeit 476 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1936b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1018-04-23_1_0_2_4_1_806_1936b
(Abgerufen am 22.05.2017).