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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Nationalsynode. Graf Otto von Hammerstein (Neffe des Bischofs Thietmar von Merseburg) und seine Gattin Irmgard, die infolge zu naher Verwandtschaft (4. Grad nach kanonischer Zählung) eine unrechtmäßige Ehe führen, werden exkommuniziert, da sie trotz mehrmaliger Vorladungen nicht erschienen sind (vgl. Reg. 1931 b). – Graf Berthold von Walbeck (Anhänger des Grafen Balderich) unterwirft sich dem Kaiser, der die von diesem eroberte Burg Monreberg durch den Erzbischof Heribert von Köln und den Grafen Gerhard vom Elsaß zerstören läßt.

Überlieferung/Literatur

Thietmar VIII, 7 (5), 17 (9); Ann. Quedlinburg. (SS. 3, 84); Alpert II, 16 (SS. 4, 717).

Kommentar

Zur Synode, an der Heinrich nach Alpert l. c. teilgenommen hat, vgl. Boye in ZRG. kan. Abt. 18 (1929) 187, 203, 249; ders. in NA. 48 (1930) 75. – Zum Eheprozeß vgl. H. Bresslau in Forschungen z. deutsch. Geschichte 21 (1881) 401 ff.; G. v. Schenk zu Schweinsberg in Archiv. f. hess. Geschichte u. Altertumskunde 3 (1904) 351 ff.; D. v. Kessler, Der Eheprozeß Ottos u. Irmingards v. Hammerstein 5 ff. (Hist. Stud. hrsg. v. E. v. Ebering 1923, H. 157); A. Ortegel in Mitteil. d. Vereins f. Geschichte d. Stadt Nürnberg 39 (1944) 14 ff. – Bezüglich des zeitlichen Ansatzes der Unterwerfung dos Grafen Berthold ist der Bericht Alperts dem des Thietmar vorzuziehen. – Vgl. Jbb. Heinrichs II. 3, 69. 72 f.; Holtzmann, Kaiserzeit 469 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1923a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1018-03-16_1_0_2_4_1_777_1923a
(Abgerufen am 25.01.2017).