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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Bischof Adalbold von Utrecht und die Kaufleute von Tiel (mercatores Tielenses) erheben vor Heinrich Klage gegen den (anwesenden?) Grafen Dietrich III. von Holland (Neffe der Kaiserin Kunigunde), der die Flußinsel Merwede, wo die Erzbistümer Köln und Trier, das Bistum Utrecht sowie einige Abteien Gerechtsame haben, in Besitz genommen, „factoque quodam municipio” von den vorbeifahrenden Kaufleuten einen hohen Zoll verlangt hatte. Um den Handel mit England zu sichern, befiehlt der Kaiser auf Rat der Fürsten dem Herzog Gottfried von Niederlothringen sowie den Bischöfen von Utrecht, Lüttich und Cambrai, einen Feldzug gegen den Grafen zu unternehmen und ihn von der Insel zu vertreiben (vgl. Reg. 1935 a).

Überlieferung/Literatur

Thietmar VIII, 27 (13) f.; Vita Balderici cap. 27 (SS. 4, 734 f.); Alpert II, cap. 20 f. (SS. 4, 718 f.); Gesta episc. Cameracens. III, cap. 19 (SS. 7, 471); Am. Parch. (SS. 16, 601 f.).

Kommentar

Zur Sache vgl. Jbb. Heinrichs II. 3, 96 ff.; P. J. Blok, Geschichte d. Niederlande 1, 155 ff.; Poelmann in Bijdragen en mededeelingen voor vaderlandsche geschiedenis en oudheidkunde, 4. Reihe 8, 349 ff.; P. Schmitthenner, Söldnertum im abendl. Imperium des Mittelalters 9; H. Franz-Reinhold in Rhein. Vierteljahrsblätter 10 (1940) 256 f.; Holtzmann, Kaiserzeit 467; H. Planitz, Geschichte d. deutschen Stadt 75, 78.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1923c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1018-03-00_1_0_2_4_1_779_1923c
(Abgerufen am 18.01.2017).