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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich verleiht dem Kloster des hl. Johannes zu Florennes, das von seinem früheren Kaplan und jetzigen Bischof Gerard von Cambrai sowie von dessen Brüdern Gottfried und Arnulf gegründet und dem Bistum Lüttich tradiert worden war, den Königsschutz und bestätigt den Besitz (quia Gerardus vir venerabilis, inprimis meus capellanus, postea vero dei gratia annuente et me dante Cameracensis episcopus effectus, et fratres sui Godefridus et Arnulphus abbatiam quandam in pago et in comitatu Lommensi sitam, cuius nunc comes adest Ratbodus, pro salute animarum suarum atque parentum suorum Florines struxere et constructam sanctae Mariae et sancto Lamberto in Leodio tradidere, et nos in nostra tuitione et mundiburdio suscipimus et imperiali preceptione cum suis omnibus pertinentiis presentibus et futuris inconvulsam manere in perpetuum sancimus). – Gunterius canc. vice Ercambaldi archicap.; Deperditum (erwähnt in den Gesta episc. Cameracens. SS. 7, 470 f.), das nach Bresslaus Vorbemerkung zu DH. II. 387 im 12. Jh. zur Anfertigung dreier Fälschungen verwendet wurde, von denen eine zu 1012 April 15 (Reg. 1756) und die beiden anderen zu 1018 datiert sind. Bresslau konnte Anfang und Schluß des Textes des Dep., die mit geringfügigen Abänderungen in die beiden Falsa von 1018 übergegangen sind, mit Hilfe dieser beiden Fälschungen und unter Heranziehung des offenbar bei der Herstellung des Dep. verwendeten DH. II. 115 (Reg. 1615) sowie des gefälschten DH. III. 408 rekonstruieren; vgl. auch die Vorbemerkung zu DK. II. 201. Die verlorene Urkunde, die mit größter Wahrscheinlichkeit von einem Lütticher Kleriker stammt, enthielt also die Verleihung des Königsschutzes und wohl auch eine allgemein gehaltene Besitzbestätigung; ob auch, wie in den Fälschungen, die Vogtei behandelt wurde, muß dahingestellt bleiben. Das Protokoll der beiden Falsa zu 1018 ist einwandfrei, und in der Datierung, die dem Gebrauch des GB entspricht, können Tag und Ort bereits im verlorenen Orig. gefehlt haben. Die übereinstimmenden Jahresangaben, die auf die Zeit zwischen Februar 14 und Juni 7 des Jahres 1018 weisen, lassen vermuten, daß das Dep. im April in Nimwegen zugleich mit dem DH. II. 386 (Reg. 1925) ausgestellt worden war; M. in BC als vorhanden erwähnt; „Nobis profuturum et.”

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Recueil des tiltres et documens concernans la fondation de l'abbaye de Florenne vom J. 1708 f. 3' (B) und f. 5 in der Bibliothek des Klosters Maredsous; Auszüge im Register 148 der Abtei Florennes aus dem Ende des 17. Jh. im Staatsarchiv Namur.

Gesta episc. Cameracens. 3, 18 ed. Colvener 290 und MG. SS. 7, 470; MG. DD. 3, 493 no. 387.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1926, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1018-00-00_2_0_2_4_1_785_1926
(Abgerufen am 21.07.2017).