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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich nimmt an der Weihe einer Kapelle durch Erzbischof Gero von Magdeburg teil (18. Februar). – Auf seinen Befehl werden Diebe durch den Strang hingerichtet (vgl. Reg. 1896 d). Der Eremit Gunther (von Rinchnach im bayrischen Nordwald) geht als Missionar zu den Liutizen. – Auf einem Hoftag (22. Februar), an dem Erzbischof Gero von Magdeburg und die Bischöfe Meinwerk von Paderborn, Wigo von Brandenburg, Erich von Havelberg, und Eilward von Meißen teilnehmen, verlangt Bischof Thietmar von Merseburg vergeblich die ihm bereits schriftlich zugesagte Restitution jener Besitzungen seiner Kirche, die widerrechtlich an das Bistum Meißen gekommen waren. Gegen seinen Willen muß er den östlich der Mulde gelegenen Teil seiner Diözese gegen ein Stück des Meißner Sprengels westlich dieses Flusses eintauschen. Außerdem befiehlt Heinrich dem Markgrafen Hermann von Meißen, durch Inquisition festzustellen, ob drei in Meißner Besitz befindliche Ortschaften dieser Kirche gehören oder ob sie an das Bistum Merseburg zu restituieren sind. – Erzbischof Gero von Magdeburg ehrt den Kaiser und seine Gemahlin durch reiche Geschenke; beide reisen am 23. Februar nach Halberstadt ab.

Überlieferung/Literatur

Thietmar VII, 52 (37) f.

Kommentar

Zu Thietmars Bemühen um volle Wiederherstellung seiner Diözese vgl. Holtzmann in Sachsen u. Anhalt 2 (1926) 70 f. und zum Eremiten Gunther Jbb. Heinrichs II. 2, 33 ff.; K. Hauck, Kirchengeschichte 3, 630 f. und G. Lang, Der selige Gunther der Eremit (1948) 52.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1896f, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1017-02-16_1_0_2_4_1_725_1896f
(Abgerufen am 08.12.2016).