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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich erwartet hier das Ergebnis der Friedensverhandlungen mit dem Polenherzog Boleslaw, die von den Erzbischöfen Erkanbald von Mainz und Gero von Magdeburg, ferner vom Grafen Siegfried, vom Markgrafen Bernhard von der sächsischen Nordmark und anderen Fürsten geführt werden sollen. Herzog Boleslaw, der in Zützen (b. Luckau) weilt, hält die Gesandten vierzehn Tage hin. Da er nicht bereit ist, die von ihm gewünschte Unterredung weder an der Elbe noch an der Schwarzen Elster abzuhalten, kehren die Gesandten zur Berichterstattung nach Merseburg zurück, wo der Kaiser das Fest Mariä Lichtmeß gefeiert hatte. Heinrich erläßt das Aufgebot für einen Feldzug gegen Polen. Verbindungen mit Herzog Boleslaw werden untersagt, und eine genaue Untersuchung soll klären, wieweit solche schon bestehen. – In Merseburg werden viele Straßenräuber durch den Strang gerichtet; vgl. auch Reg. 1896 f.

Überlieferung/Literatur

Thietmar VII, 51 (36).

Kommentar

Jbb. Heinrichs II. 3, 49 f.; Zeißberg in Wiener Sitzungsberichte phil.-hist. Kl. 57 (1867) 415; Holtzmann, Kaiserzeit 450 und ders. in Sachsen u. Anhalt 2 (1926) 74 Anm. 92 zu den Verbindungen zwischen Sachsen und Polen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1896d, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1017-01-06_2_0_2_4_1_723_1896d
(Abgerufen am 26.03.2017).