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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Sächsischer Fürstentag. Heinrich beendet die Fehden zwischen Markgraf Bernhard von der sächsischen Nordmark und den Erben von dessen Vorgänger Werner, zwischen Bischof Dietrich von Münster und Graf Hermann II. von Werl (Reg. 1873 b), zwischen Ekkehard und seinen Brüdern (Söhne Ekkehards I. d. Gr.) und zwischen den Grafen Gebhard und Wilhelm von Querfurt. Markgraf Bernhard verpflichtet sich, dem Erzbischof Gero von Magdeburg 500 Pfund Silber als Schadenersatz zu leisten (Reg. 1896). – Aus Italien treffen Gesandte ein, die „gratulabundi ad sua redeunt”. Mit Herzog Boleslaw von Polen wird ein Waffenstillstand geschlossen.

Überlieferung/Literatur

Thietmar VII, 50 (35).

Kommentar

Ob das verstärkte Fehdewesen in Sachsen mit dem Auslaufen des im Jänner 1012 geschlossenen fünfjährigen Landfriedens (Reg. 1754 a) zusammenhängt, wie Holtzmann, Thietmar 460 Anm. 4 vermuten möchte, muß bezweifelt werden, denn einige dieser Auseinandersetzungen reichen in das Jahr 1016 zurück (vgl. Regg. 1873 b, 1896 b). – Vgl. Jbb. Heinrichs II. 3, 46 ff.; Zeißberg in Wiener Sitzungsberichte phil.-hist. Kl. 57 (1867) 414 f.; Lintzel, Beschlüsse d. Hoftage 4, 50 (Hist. Studien hrsg. v. Ebering 161, 1924); Holtzmann, Kaiserzeit 450.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1896c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1017-01-06_1_0_2_4_1_722_1896c
(Abgerufen am 24.01.2017).