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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Herzog Boleslaw von Polen kann dem von Norden einfallenden Sachsenherzog Bernhard II. (Reg. 1866 g) längere Zeit den Oderübergang verwehren, so daß sich dieser nicht, wie vorgesehen, mit den Truppen des Kaisers vereinigen kann. Er verständigt Heinrich davon und kehrt nach Hause zurück. Auch Herzog Udalrich von Böhmen, der mit den Bayern von Süden her zum Kaiser stoßen sollte, gibt aus verschiedenen Gründen auf. Er zerstört noch die große Burg Biesnitz (Businc; Landeskrone bei Görlitz) und macht sich mit mehr als tausend Gefangenen auf den Rückmarsch. Markgraf Heinrich von der bayerischen Ostmark verfolgt eine polnische Abteilung, wobei 800 Feinde gefallen sein sollen. Der Kaiser zieht sich in den Gau Diedesisi (um Glogau) zurück, wo das Lager bezogen wird.

Überlieferung/Literatur

Thietmar VII, 19 (12) f.; Ann. Quedlinburg. (SS. 3, 83).

Kommentar

Zur Identifizierung des Ortsnamens „Businc” vgl. Holtzmann, Thietmar 420 Anm. 4, und zur Heerfolge des böhmischen Herzogs W. Wegener, Böhmen/Mähren und das Reich 114 (Ostmitteleuropa in Vergangenheit u. Gegenwart 5, 1959). – Vgl. Juritsch, Geschichte der Babenberger und ihrer Länder (Innsbruck 1894) 38.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1866i, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1015-08-03_2_0_2_4_1_674_1866i
(Abgerufen am 22.07.2017).