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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Beginn des Polenfeldzuges. Heinrich entläßt die Königin Kunigunde in Begleitung des Bischofs Thietmar von Merseburg nach dessen Bischofssitz. Das Heer setzt über die Elbe und marschiert bis in die Lausitz. Die Besatzung der Burg Zützen, die einen Ausfall macht, wird geschlagen, und ein gewisser Erich, der wegen eines Mordes aus Sachsen nach Polen geflohen war, wird gefangen dem Kaiser vorgeführt. Das Heer rückt bis Krossen an der Oder vor, wo Miesko, der Sohn des Polenherzogs Boleslaw, mit seinen Scharen lagert. Heinrich läßt ihn durch Gesandte an seinen Treueid erinnern (vgl. Reg. 1851 b), doch beruft sich dieser auf seine Verpflichtungen dem Vater gegenüber. Bis zu dessen Ankunft werde er das Land verteidigen, doch wolle er auch versuchen, ihn umzustimmen. – Inzwischen fällt Herzog Bernhard II. von Sachsen mit Unterstützung von Bischöfen, Grafen und einer Schar von heidnischen Liutizen von Norden her nach Polen ein und trifft an der Oder (etwa bei Küstrin) auf Herzog Boleslaw.

Überlieferung/Literatur

Thietmar VII, 16 (11) f.; Ann. Quedlinburg. (SS. 3, 83); Ann. Hildesheim. (SS. schol.); Ann. Altahens. maior. (SS. schol.); Lamperti Ann. (SS. schol.); Ann. Ottenburani (SS. 5, 5). Vgl. die zu Reg. 1866 f. angeführte Literatur und W. Brüske, Untersuchungen zur Geschichte d. Lutizenbundes 68 (Mitteldeutsche Forsch. 3, 1955) zu den liutizischen Hilfstruppen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1866g, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1015-07-08_2_0_2_4_1_672_1866g
(Abgerufen am 23.03.2017).