Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

Sie sehen den Datensatz 661 von insgesamt 1024.

Heinrich verleiht dem von seiner Gemahlin Kunigunde auf ihrem Erbgut gegründeten Nonnenkloster Kaufungen das freie Wahlrecht und bestimmt, daß eine nicht frei gewählte Äbtissin mit Hilfe des Erzbischofs von Mainz als dem zuständigen Diözesanbischof abgesetzt werden kann; ferner trifft der Kaiser Bestimmungen zum Schutze des an die Ministerialen ausgegebenen Klostergutes und zur Verwaltung des klösterlichen Grundbesitzes, er verbietet die Einsetzung eines Untervogtes, setzt jährlich drei Gerichtstage fest und spricht dem Vogt die Strafe zu Haut und Haar sowie die Buße von fünf Schilling zu. – Guntherius canc. ad vicem Herchanballdi archiepisc.; Fälschung aus dem 12. Jh. auf einem durch Rasur getilgten Blankett aus der Kanzlei Heinrichs II., welches den Kontext, das Monogramm und mindestens das Formular der Datierungszeile enthalten haben muß. Der Text der Fälschung ist frei erfunden, und das Eingangsprotokoll und die Unterschriften stammen aus dem DH. II. 394 (Reg. 1934). Für die Datierung wurde vom Fälscher neben diesem Diplom wohl noch DH. II. 406 (Reg. 1947) herangezogen; die uneinheitlichen Jahresmerkmale (Regierungsjahre passen zu 1019, Inkarnationsjahr und Indiktion zu 1015) wurden willkürlich zusammengesetzt; vgl. dazu Bresslaus ausführliche Darlegungen in seiner Vorbemerkung zu DH. II. 521; M.; SI. D.; „Imperiali nostrae dignitati.”

Überlieferung/Literatur

Angebl. Marburg Staatsarchiv (A).

Kuchenbecker, Anal. Hass. 1, praef. 9 zit. und 3, 124 in deutscher Übersetzung aus A, beides zu 1015 Mai 10; MG. DD. 3, 671 no. 521; Roques, UB. v. Kaufungen 7, 10 no. 8 aus A zu [1019] April 22.

Stumpf 1649.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1863, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1015-04-22_1_0_2_4_1_661_1863
(Abgerufen am 22.07.2017).