Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

Sie sehen den Datensatz 684 von insgesamt 1024.

Heinrich feiert das Weihnachtsfest. – Nach Beratungen mit seinen Vertrauten über die Neubesetzung des Erzbistums Trier, das durch den am 24. Dezember in Koblenz erfolgten Tod des Erzbischofs Megingaud vakant geworden war, ernennt er den Bamberger Domprobst Poppo, Sohn des Markgrafen Leopold I. von Österreich, zum Nachfolger. Gegen den Protest des Bischofs Dietrich von Metz wird Poppo mit Erlaubnis des Verduner Bischofs und auf Befehl des Kaisers von Erzbischof Erkanbald von Mainz am 1. Jänner geweiht. – In diesen Tagen setzt Heinrich auf Ersuchen des Markgrafen Hermann von Meißen dessen Bruder Eilward, der bisher Kaplan des Markgrafen Thietmar II. (von der sächsischen Ostmark) gewesen war, als Nachfolger für den verstorbenen Bischof Eid von Meißen ein.

Überlieferung/Literatur

Ann. Hildesheim, zu 1016 (SS. schol.); Thietmar VII, 26 (19); Necrol. Merseburg. (ed. Dümmler, Neue Mitteil. 11, 1865, 246); Ann. necrol. Fuld. zu 1015 (SS. 13, 210); Ann. Quedlinburg. (SS. 3, 84); Gesta Trev. cap. 30 (SS. 8, 172) und additamentum mit Weihedatum Poppos (l. c. 175); Ann. S. Eucharii Trev. (SS. 5, 10); Herimanni Aug. Chron. (SS. 5, 119); Chron. suev. univ. (SS. 13, 70).

Kommentar

Tod des Megingaud irrtümlich zu 1017 gesetzt von Ann. Hildesheim (l. c.); Lambert, Ann. (SS. schol.); Vita Meinwerci cap. 142 (SS. schol.). – Hatte nach den Gesta Trev. l. c. noch vor dem Tode Megingauds dessen luxemburgischer Gegner Adalbero (vgl. Regg. 1680 b, 1693 a) auf seine Ansprüche verzichtet und die Stadt Trier mit Ausnahme der Pfalz herausgegeben, so konnte der neue Erzbischof den Usurpator bald vollständig verdrängen; vgl. Jbb. Heinrichs II. 3, 27 ff.; Hauck, Kirchengeschichte 3, 400; Martini, Trierer Bischofswahlen 18 ff. (Hist. Stud. hrsg. v. E. Ebering 1909); H. Renn, Luxemburger Grafenhaus, in Rhein. Archiv 39 (1941) 96 ff.; Holtzmann, Kaiserzeit 446.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1870b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1015-01-25_1_0_2_4_1_684_1870b
(Abgerufen am 28.03.2017).