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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Reichssynode. Heinrich führt seinen Halbbruder Arnold neuerlich in das Erzbistum Ravenna ein, aus dem dieser vom Usurpator Adalbert vertrieben worden war. Zwei Bischöfe, die einst vom Ravennater Erzbischof Leo II. (999–1001) die Weihe erhalten hatten, werden abgesetzt, und den Bischöfen und Äbten Reichsitaliens befiehlt der König, genaue Verzeichnisse über die ihren Kirchen entfremdeten Güter anzulegen. Das Kloster Farfa überträgt Heinrich, vor allem auf Intervention des Abtes Odilo von Cluny, wieder seinem früheren Abte Hugo (vgl. dazu Reg. 1802 a).

Überlieferung/Literatur

Ann. Quedlinburg. (SS. 3, 82); Thietmar VII 2 (2); Hugonis opuscula (SS. 11, 542 und FSI. 33, 68).

Kommentar

Da Erzbischof Arnold bereits in einer Gerichtsurkunde vom 22. Jänner 1014 als „gratia Dei archiepiscopus sancte Ravennatis ecclesie” bezeichnet wird (C. Manaresi, I placiti del „Regnum Italiae” 2, 520 no. 279 in FSI. 96/2, 1958) muß die Synode vor diesem Datum stattgefunden haben. Die Anwesenheit Papst Benedikts VIII. wurde nach den unklaren Berichten der Ann. Quedlinburg. und Thietmars l. c. vereinzelt vermutet; vgl. dazu Jbb. Heinrichs II. 2, 417 ff.; Jaffè-Löwenfeld, Regesta Pont. Rom. 1, 507; Boye in NA. 48 (1930) 74 und ders. in ZRG. kan. Abt. 18 (1929) 267; Holtzmann, Kaiserzeit 442 f.; G. Mor, L'età'feudale 1, 549 f. (in Storia politica d'Italia, 1959); M. Fornasari in Rivista di storia della chiesa in Italia 18 (1964) 46 ff.; anders urteilt Zimmermann, Papstregg. no. 1123.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1794a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1014-01-22_1_0_2_4_1_564_1794a
(Abgerufen am 23.03.2017).