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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich untersagt den Bischöfen von Bologna die Veräußerung von Kirchengut ohne schriftliche Zustimmung des Domkapitels und verbietet jede bischöfliche Verfügung über die Besitzungen der Kanoniker. – Heinricus canc. vice Euerardi episc. e archicap.; Fälschung, die nach Hessel NA. 31 (1906) 547 ff. nach der Mitte des 12. Jh. von jener Hand angefertigt wurde, von der auch die verunechteten Stücke DH. III. 346, J. L. 4337 (Viktor II.) und eine Urkunde Bischofs Adalfried von Bologna (Druck bei Hessel l. c. 571 no. 5) stammen; das Protokoll und die letzten Teile des Kontextes wurden dem DH. II. 280 (Reg. 1797) entnommen, dem auch die verlängerte Schrift nachgezeichnet ist; einige kursive Buchstabenformen des Textes gehen nach Hessel l. c. 548 auf das Privileg Viktors II. zurück. Während Bresslau in seiner Vorbemerkung zu DH. II. 519 dem Anklingen der Wendung curam ecclesiarum gerere an ähnliche Worte der Arenga des DH. II. 279 (Reg. 1796) für Ferrara keine Bedeutung für die Frage zugemessen hat, ob noch eine andere echte Urkunde Heinrichs II. neben DH. II. 280 als Vorlage benützt worden sein könnte, möchte Hessel l. c. 550 auf Grund von Diktatanklängen an DK. II. 61 vermuten, daß gleichzeitig mit dieser Konradurkunde ein Diplom für die Kanoniker von Bologna ausgefertigt wurde, welches man später durch die Fälschung DH. II. 519 ersetzt hat.

Überlieferung/Literatur

Angebl. Bologna Archivio Capitolare.

Rubei, Hist. Ravennat. ed. I. 563 zit.; MG. DD. 3, 668 no. 519.

Böhmer 1106; Stumpf 1596.

Kommentar

Die Fälschung war nicht besiegelt.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1798, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1014-00-00_4_0_2_4_1_568_1798
(Abgerufen am 25.05.2017).