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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Unter der Leitung des Dompropstes Walthard beraten schon in den Morgenstunden Klerus und Vasallen der Magdeburger Kirche über die Wahl eines neuen Erzbischofs. Bischof Thietmar von Merseburg fordert die Versammelten auf, zur Wahrung ihrer alten Rechte und gegen die Weisung des Königs (vgl. Reg. 1760 b) einen Nachfolger zu wählen. Er erklärt sich als erster für Walthard, die übrigen folgen einstimmig. Sofort wird der Domkustos Reding an den König mit der Bitte um Bestätigung dieser Wahl abgesandt (vgl. Reg. 1760 d). Die noch am selben Tage abgehaltene Totenmesse für Erzbischof Tagino zelebriert Bischof Erich von Havelberg, der nach dem Evangelium den Wunsch des Königs auf Unterlassung einer Wahl verkündet.

Überlieferung/Literatur

Thietmar VI, 62 (42) f.

Kommentar

Die Wahlverhandlungen haben nach Thietmar l. c. am dritten Tage nach dem Tode des Erzbischofs Tagino (9. Juni; vgl. Reg. 1760 b) stattgefunden. – Jbb. Heinrichs II. 2, 328 f.; Holtzmann, Kaiserzeit 415.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1760c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1012-06-11_1_0_2_4_1_488_1760c
(Abgerufen am 26.07.2017).