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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Feldzug Heinrichs nach Oberlothringen gegen den aufständischen Bischof Dietrich von Metz und dessen Bruder, den abgesetzten Bayernherzog Heinrich (vgl. Reg. 1699 d). Die Stadt Metz wird vergeblich belagert, deren Umgebung läßt der König systematisch verwüsten. Als dabei heidnische Slawen (Hilfstruppen der verbündeten Liutizen) eine Kirche plündern (S. Martin?), verspricht er Schadenersatz und mahnt seine Truppen zur Vorsicht. Wohl damals wurden dem Bischof von Metz die Gerechtsame in der Stadt entzogen und dem Herzog Otto von Niederlothringen übertragen, ebenso die Abtei S. Trond. Saarbrücken wird eingenommen. Der König kehrt „sine pace” (Ann. Quedl.) über Ernstweiler im Bliesgau (Kr. Zweibrücken) nach Franken zurück. – Vgl. Reg. 1747 a.

Überlieferung/Literatur

Miracula s. Pirmini Hornbacens. cap. 12 (SS. 15/1, 33 f.); Ann. Altahens. zu 1009 (SS. schol.); Thietmar VI, 51 (35); Ann. Quedlinburg. (SS. 3, 79); Gestorum abb. Trudonens. continuatio III. zu 1005 (SS. 10, 281); Miracula s. Trudonis I, cap. 18 (SS. 15/2, 825); Vita Adalberonis II. cap. 27 (SS. 4, 668 f.) zu den Verwüstungen.

Kommentar

Vgl. Jbb. Heinrichs II. 2, 281 ff., welche die Belehnung des Grafen Balduin von Flandern mit Valenciennes mit diesem Feldzug in Verbindung bringen möchten (vgl. Reg. 1644 c); H. Renn, Luxemburger Grafenhaus, in Rhein. Archiv 39 (1941) 94; Holtzmann, Kaiserzeit 425; ders. in Sachsen u. Anhalt 1 (1925) 112 zu den Ann. Quedlinburg.; zu den slawischen Hilfstruppen vgl. W. Brüske, Untersuchungen z. Geschichte d. Lutizenbundes, in Mitteldeutsche Forschungen 3 (1955) 66 f. – Guttenberg, Regg. d. Bischöfe v. Bamberg no. 90.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1716a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1009-07-00_1_0_2_4_1_420_1716a
(Abgerufen am 25.05.2017).