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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich schenkt dem Kloster Prühl auf Bitten des Abtes Bonifatius eine früher von Waltrich besessene Königshufe in Genstal im Donaugau in der Grafschaft Ruperts mit allem Zubehör und unter der Bedingung, daß dieser Besitz wieder an den König fallen soll, falls ein Regensburger Bischof es wagen würde, das Kloster aufzuheben oder das mönchische Leben zu stören (qualiter nos ... ob interventum et peticionem Bonifatii Prulensis abbatis sibi suoque monasterio in honore sancti Bartholomei apostoli constructo atque dedicato unum regale mansum, quod antea Waltrico concessum habuimus, in villa Genstal dicta in pago Tunlichaw in comitatu Ruperti situm cum omnibus eius appendiciis ... concedimus ... ea videlicet racione ut, si quis Ratisponensis ecclesie episcopus, quod absit, idem monasterium destruere vel monachicam vitam inibi violare presumpserit, prescriptus mansus iterum ad regales redeat manus; ... iam dictus abbas Bonifacius suique successores liberam potestatem habeant exinde quitquid eis placuerit faciendi ad eorum utilitatem ecclesie). – Guntherius canc. vice Willigisi archicap.; verfaßt und wahrscheinlich auch geschrieben von EC oder GA; vgl. dazu NA. 22 (1897) 156; „Si ecclesiarum dei.”

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Transsumpt des Bischofs Albert von Regensburg vom J. 1414 im Hauptstaatsarchiv München (A).

Pez, Thes. 6a, 147 no. 36 aus A; MG. DD. 3, 226 no. 192.

Böhmer 1050; Stumpf 1514.

Kommentar

Nach Bresslau NA. 22 (1897) 168 sind die DDH. II. 192, 193 für Prühl und Tegernsee (vgl. folgendes Reg.) uneinheitlich datiert, denn bereits am 25. Mai urkundete der König in Allstedt (DH. II. 195 = Reg. 1704), das in der Luftlinie ca. 270 km von Regensburg entfernt ist. Da diese Strecke schwerlich in fünf und unmöglich in drei Tagen zu bewältigen war, muß sich in beiden Diplomen der Ausstellungsort Regensburg wohl auf die Handlung beziehen, die auf dem dort abgehaltenen bairischen Landtag (vgl. Reg. 1699 d) erfolgt sein dürfte; auf der Reise nach Sachsen geschah die Beurkundung oder gar nur die Vollziehung. – Der Ortsname, der in DK. II. 225 als veraltet bezeichnet wird, ist nach Zirngibl in Hist. Abhandl. d. bay. Akademie 2, 214 Note c auf eine Wüstung bei Kumpfmühl (südwestl. v. Regensburg) zu beziehen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1700, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1009-05-20_1_0_2_4_1_400_1700
(Abgerufen am 27.03.2017).