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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Nach dem Tode des Erzbischofs Liudolf von Trier (6. oder 7. April) wird dessen jugendlicher Kaplan Adalbero, ein Bruder der Königin Kunigunde, quasi ex regio promisso zum Nachfolger gewählt. Im Hinblick auf die einst unüberlegt erfolgte Einsetzung von dessen Bruder Dietrich als Bischof von Metz (1006; vgl. Jbb. Heinrichs II. 1, 359 ff.) verwirft König Heinrich diese Wahl und verleiht das Erzbistum Trier gegen die Bitten der Königin an Megingaud, den Kämmerer des Erzbischofs Willigis von Mainz (vgl. Reg. 1693 a).

Überlieferung/Literatur

Thietmar VI, 35 (25); Ann. Hildesheim. (SS. schol.); Ann. Quedlinburg. (SS. 3, 79); Herimanni Augiens. Chron. (SS. 5, 119); De calamitate abbatiae s. Martini (SS. 15/2, 740).

Kommentar

Todesdatum Liudolfs vom Necrol. Merseburg. (ed. Dümmler in Neue Mitteilungen 11, 1866, 232) mit VIII. Idus Aprilis. vom Chron. Halberstadt. (SS. 23, 90) sowie vom Necrol. Luneburg. (ed. A. Ch. Wedekind. Noten 3, 27) mit 7. Idus Aprilis angeführt. Das Datum der Ann. Quedlinburg. (SS. 3, 79) darf nicht mit Jbb. Heinrichs II. 2, 198 Anm. 3 auf den Tod Liudolfs bezogen werden, wie die Textgestaltung der Ann. Magdeburg. (SS. 16, 164) beweist. – Zur Doppelwahl vgl. Jbb. Heinrichs II. 2, 198 ff.; A. Hauck, Kirchengeschichte 3, 400; E. Laehns, Bischofswahlen 12 ff.; R. Martini, Trierer Bischofswahlen 17 ff. (Hist. Stud. Ebering 72, 1909); H. Renn, Luxemburger Grafenhaus, in Rhein. Archiv. 39 (1941) 91 f.; Holtzmann, Kaiserzeit 424. – Die Ann. Hildeheim. l. c. bezeichnen Megingaud als primiscrinius regis; vgl. dazu NA. 22 (1897) 148 Anm. 1.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1680b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1008-04-06_1_0_2_4_1_369_1680b
(Abgerufen am 13.12.2017).