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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Beginn des Polenkrieges. Nach dem Eintreffen der deutschen Kriegserklärung (vgl. Reg. 1631 a) fällt Herzog Boleslaw von Polen unter Bruch des Abkommens mit den Magdeburgern verwüstend in den Gau Morezini (gegenüber von Magdeburg) ein. Die edlen Sachsen Liudolf, Tadilan und Tadi sowie die Bewohner von Zerbst, die Boleslaw durch Drohungen und Versprechungen zur Übergabe veranlassen konnte, werden gefangen fortgeführt. Der Herzog scheint sich nach diesen Erfolgen zurückgezogen zu haben.

Überlieferung/Literatur

Thietmar VI, 33 (24); Ann. Quedlinburg. (SS. 3, 79).

Kommentar

Nach den Ann. Quedl. l. c. hat nicht der Polenherzog den Krieg eröffnet, sondern auf Befehl des Königs die Sachsen. – Vgl. Jbb. Heinrichs II. 2, 14; H. Zeißberg in Sitzungsberichte d. Wiener Akadem. phil.-hist. Kl. 57 (1868) 339 ff.; G. Artler in Zeitschr. f. Thüring. Geschichte NF. 21 (1913) 295; Holtzmann, Kaiserzeit 410 f. – Zum Gau Morezini vgl. W. Hessler, Mitteldeutsche Gaue, in Abhandl. d. Sächs. Akadem. d. Wiss. philol.-hist. Kl. 49 (1957) 34 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1631b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1007-04-06_2_0_2_4_1_309_1631b
(Abgerufen am 19.02.2017).