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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

Sie sehen den Datensatz 285 von insgesamt 1024.

Heinrich kommt nach Burgund und erwirbt die Stadt Basel für das Reich.

Überlieferung/Literatur

Ann. Einsidl. zu 1006 (SS. 3, 144).

Kommentar

Der Erwerb von Basel ist wohl eine Folge des zwischen König Rudolf III. von Burgund (993–1032) und Heinrich II. abgeschlossenen Vertrages, der von Thietmar VII, 28 erwähnt wird. Dort heißt es, König Heinrich habe sich 1016 neuerlich gesichert, quod longe prius rex predictus ei sacramentis post mortem suam sancierat. Omnem namque Burgundiae regionis primatum per manus ab avinculo suimet accepit et de maximis rebus sine eius consilio non fiendis securitatem firmam; cap. 29: firmata iterum antiqua tradicione. Das genaue Datum dieser Übereinkunft ist nicht überliefert, doch wird sie nicht allzulange vor dem Erwerb Basels, jedenfalls noch im Jahre 1006, anzusetzen sein. Wie Thietmar l. c. zu entnehmen ist, war dem deutschen König durch diesen ersten Vertrag, den auch die Großen des Landes anerkannt hatten, die Nachfolge im Königreiche Burgund und, noch zu Lebzeiten Rudolfs III, ein bestimmter Einfluß auf die Politik des Landes eingeräumt worden. – Vgl. Jbb. Heinrichs II. 1, 391 ff.; Bloch NA. 22 (1897) 39 Anm. 5; Jbb. Konrads II. 1, 82 ff., 2, 69 ff.; Holtzmann, Kaiserzeit 456 ff.; A. Hoffmann, Deutschland u. Burgund 37, 70; C. Pfaff. Kaiser Heinrich II., in Baseler Beiträge zur Geschichtswissenschaft 89 (1953) 18 ff. und Regg. 1886 a, 1921 a.

Nachträge (1)

Nachtrag von David Stops, eingereicht am 21.09.2015.

folgende Literaturangabe scheint nicht korrekt zu sein:
"A. Hoffmann, Deutschland und Burgund"

Ich denke, dass hier die Dissertation von Adolf Hofmeister, Deutschland und Burgund im frühen Mittelalter (1914) gemeint sein müsste.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1616a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1006-07-00_1_0_2_4_1_285_1616a
(Abgerufen am 18.01.2017).