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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich bestätigt dem St.-Adalbert-Stift zu Aachen den Zehnten von den königlichen Einkünften zu Walcheren, Goslar und Dortmund (vgl. Reg. 1598) und schenkt ihm die Orte Soiren (heute die Dörfer Cornesse, Xhendelesse u. Wegnez, westl. v. Verviers, umfassend), Soumagne (die Mutterkirche v. Olne?) im Lüttichgau, Heroldeshausen im Natresgau (?) in der Grafschaft des Widelo, Horrem (Kr. Bergheim, Köln) im Kölngau, Kaifenheim (Kr. Cochem, Koblenz) im Meinfeldgau in der Grafschaft Bezelins und das um die Kapelle liegende Land mit einer Mühle (decimam ex Walecre et Goslar et Trutmannie reditibus in omni censu, qui regalibus subiacet usibus, villas quoque Soron et Solmaniam in pago Lewa in comitatu sitas, Heroldeshusen eciam sitam in pago Natresgauwe in comitatu Widelonis, Horchem insuper in pago Colingauwe et comitatu Kiuenhem quoque in pago Meinuelt et comitatu Bethelini creatori et ditatori nostro ad usum fratrum Aquisgrani in capella sanctorum martirum Adalberti et Hermetis habitantium concedimus concessaque in perpetuum esse volumus, terram eciam eidem capelle cum uno moldendino circumiacentem). – Bruno canc. vice Willegisi archicap.; mit Benutzung von DH. II. 99 (Reg. 1598) verfaßt und wahrscheinlich auch geschrieben von BA; M.; „Iocunda paternitas.”

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Chartular. S. Adalberti Aquensis aus dem 13. Jh. f. 8 und aus dem Anfang des 15. Jh. f. 14, beide nach Transsumpt des Erzbischofs Engelbert von Köln, im Stadtarchiv Aachen; Extractum archivii S. Adelberti Aquensis aus dem 18. Jh. p. 4 nach demselbsen Transsumpt und p. 322 nach Transsumpt Friedrichs III. von 1475 im Staatsarchiv Düsseldorf; Dusselsches Kopialbuch von S. Adalbert aus dem 18. Jh. p. 2 und p. 98 nach denselben Transsumpten ebenda.

Ritz in Ledebur Archiv 10, 72 no. 12 angeblich aus dem verlorenen Original; MG. DD. 3, 127 no. 102.

Stumpf 1411.

Kommentar

Zur Datierungszeile vgl. NA. 20 (1895) 163; die Nachtragung der Grafennamen ist unterblieben. – Das Diplom ist eine erweiterte Neuausfertigung des DH. II. 99 (Reg. 1598), doch fehlen im Vergleich zu diesem die Kapelle zu Ingelheim und die Lousberger Gütermasse, aus welcher aber einige Besitzungen später noch als Eigentum von St. Adalbert nachweisbar sind; vgl. dazu Gatzweiler in Zeitschr. d. Aachener Geschichtsvereins 51 (1929 [1930]) 71 f. und zu den Ortsnamen ders. l. c. 72 Anm. 10, 11.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1601, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1005-08-13_1_0_2_4_1_258_1601
(Abgerufen am 28.07.2017).