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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Entwurf zu einem Diplom Heinrichs für das Kloster Niederaltaich zur Bestätigung von 13 namentlich genannten Orten, deren Schenkungsurkunden vermißt wurden (qualiter vir venerabilis Gotahardus abba Monasterii quod dicitur Altaha, quod est constructum in honore sancti Mauricii martiris Christi, adiens excellentiam nostram innotuit clementie nostrę, quia quędam res essent, quę ex regia potestate eidem monasterio collatę fuissent, quas etiam usque nunc predictum possedit monasterium. Sed quia auctoritas traditionis exinde minime apparebat, deprecatus est idem Gotahardus abba, ut nostrę auctoritatis largitionem ... eidem daremus monasterio, ... Cuius deprecationem ... annuimus et ipsas res perpetuo possidendas sollemni donatione eidem concessimus monasterio, quarum nomina subter notata sunt: Israhof, Puochof, Mulihem, Quincina, Tuomdorf, Otalinga, Paltheringa, Oparunhusa, Cozoltinga, Muntrichinga, Suarzahahof, Cella, Richeresdorf).

Überlieferung/Literatur

Aufzeichnung aus den Jahren 1002–1004 auf der Rückseite des Originaldiploms Ludwig d. Kindes (DLK. 40), München Hauptstaatsarchiv.

Redlich MIÖG. 5 (1884) 404 no. 22; MG. DD. 3, 113 no. 90.

Stumpf 1828 a zu 1002–1014.

Kommentar

Nach Bresslaus Vorbemerkung zu DH. II. 90 ist diese Aufzeichnung ein Entwurf zu einem Diplom Heinrichs II., wahrscheinlich von jenem Schreiber geschrieben, der die als Vorlage benutzte Abschrift des DLD. 2 auf die Rückseite von DA. 152 geschrieben hat; vgl. dazu die Vorbemerkungen zu den genannten Diplomen. – Ob der Entwurf der Kanzlei Heinrichs eingereicht wurde, läßt sich nicht feststellen. Dagegen erhielt das Kloster durch DH. II. 91 (Reg. 1590) einen Rechtstitel für zehn von den dreizehn im Entwurf genannten Ortschaften. Weshalb nun aber in DH. II. 91 die Orte Mintraching, Mühlham und Thundorf fehlen und dafür Niedermünchsdorf und Usterling aufscheinen, muß dahingestellt bleiben. Mintraching wird in DH. II. 211 (Reg. 1724) erwähnt, aber die in diesem Ort verbrieften Besitzungen scheinen erst von Heinrich II. verliehen zu sein, während Niederaltaich nach Mon. Boica 11, 16 dort schon früher begütert war. Für Mühlham und Thundorf besaß man allerdings schon ältere Rechtstitel, vgl. DLD. 116 und DKa. III. 74. – Von den Orten liegen im RB. Niederbayern: Israhof = Kurzenisarhofen u. Langenisarhofen, Kr. Vilshofen; Puochof = Buchhofen, ebenda; Mulihem = Mühlham, Gm. Aicha a. d. Donau, ebenda; Quincina = Künzing, ebenda: Tuomdorf = Thundorf, Gm. Aicha a. d. Donau, ebenda; Otalinga = Ittling, Kr. Straubing; Paltheringa = Poldering, Kr. Landau a. d. Isar; Oparunhusa = Oberhausen, ebenda; Cozoltinga = Gutzlstang, Gm. Haberskirchen, Kr. Dingolfing?; Suarzahahof = Schwarzach bei Hengersberg, Kr. Deggendorf; Cella = Zell b. Hochdorf, Kr. Regen; Richeresdorf = Reichersdorf, Gm. Waltersdorf, Kr. Deggendorf; Muntrichinga = Mintraching liegt im RB. Oberpfalz, Kr. Regensburg. – Zur Sache vgl. Herzberg-Fränkel, Wirtschaftsgeschichte des Stiftes Niederaltaich, MIÖG. Ergbd. 10 (1928), 112 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1589, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1004-00-00_1_0_2_4_1_234_1589
(Abgerufen am 23.04.2017).