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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich bestätigt dem Kloster Peterlingen (Payerne, Schweiz) auf Bitten des Abtes Odilo (v. Cluny u. Peterlingen) und auf Grund der vorgelegten Urkunden der drei Ottonen und seiner übrigen Vorgänger die von Herzog Rudolf geschenkten Höfe Kolmar und Hüttenheim (Elsaß) mit ihrem Zubehör, ferner eine Hufe zu Bohlsbach (Kr. Offenburg, Südbaden) im Gau Ortenau in der Grafschaft des Grafen Kuno und den im Elsaß, in der Grafschaft des Grafen Odo gelegenen Besitz des Guntram, ausgenommen Brumath (Elsaß) mit Zubehör, und gewährt für diese Besitzungen die Immunität und das Recht der freien Vogtwahl (Liceat etiam praedicto abbati suisque successoribus in pręfatis locis advocatum quemlibet ordinare, ita ut nullam ibidem habeat per se potestatem praeter quam ipsi sibi cum consensu fratrum annuerint). – Egilbertus canc. vice Willigisi archicap.; nach dem DO. III. 273 geschrieben wahrscheinlich von EB, der auch die Schlußsätze, die das durch DO. II. 307 verliehene Vogtwahlrecht bestätigen, verfaßt hat; „Si sanctis et.”

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Abschrift von 1564 aus einem älteren Rotulus, früher im Kammergerichtsarchiv Wetzlar, jetzt Straßburg Archives départementales (F); unvollständige Abschrift des 16. Jh. im Cod. Fabariensis XVIII p. 33 des Stiftsarchivs St. Gallen (G); Abschrift des Eschatokolls aus dem 16. Jh. in Diplomata ab Urstisio collecta p. 245 der Universitätsbibliothek Basel (H).

Tschudi, Chron. Helveticum 1, 2 Extr. aus G mit MIII; MG. DD. 3, 85 no. 69.

Böhmer 942; Stumpf 1367.

Kommentar

Nach Bresslaus Berichtigungen (MG. DD. III. 722 f.) ist DH. II. 57 für Peterlingen als eine Kompilation Zurlaubens oder Grandidiers zu streichen. An seine Stelle tritt DH. II. 69 mit allen Anmerkungen. Die Frage der Auflösung der Datierung läßt Bresslau aber offen. Man könnte entweder das in FGH überlieferte Inkarnationsjahr MIIII als Fehler ansehen und in das zu St. Pilt Okt. passende MIII emendieren (St. Pilt 1003, Okt. 21), oder man müßte, wenn man diese Emendation nicht vornehmen will, die Datierung als nicht einheitlich auffassen (St. Pilt Okt. 21 – 1004). – Zur Sache vgl. B.-Mikoletzky Regg. Ottos II. no. 629; B.-Uhlirz, Regg. Ottos III. no. 984, 1258; Stengel, Immunitätsprivilegien 583 u. zur Überlieferung vgl. Anzeiger f. Schweizer Geschichte (1894) 79 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1550, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1003-10-21_1_0_2_4_1_157_1550
(Abgerufen am 22.10.2017).