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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich bestätigt der bischöflichen Kirche von Paderborn, die von einem Brande heimgesucht worden war, die Urkunden seiner Vorgänger, die Schenkungen der Gläubigen, den gesamten Besitz, den Königsschutz, die Immunität, die freie Vogtwahl, ferner für die dem Kloster Korvey gehörigen Zehnten die Grafschaftsrechte in mehreren Gauen, das Anrecht auf den Nachlaß der ohne Erben verstorbenen Kleriker, drei Hufen zu Duisburg und Dortmund, einen Forst, der vom Dalkebach (l. Nebenfluß d. Ems) über den Osning und die Senne bis zur Straße nach Altenheerse (Kr. Warburg, Nordrhein-Westfalen) reicht, und alles, was das Bistum am Tage des Brandes besessen hatte. – Egilbertus canc. vice Uuilligisi archicap.; nahezu wörtliche Wiederholung des DO. III. 387, geschrieben von EB; M.; SI. 2; „Si locum divino.”

Überlieferung/Literatur

Münster Staatsarchiv (A).

(Fürstenberg), Mon. Paderb. ed. I. 143 aus A; MG. DD. 3, 53 no. 45.

Westf. UB. Suppl. 97 no. 595; Böhmer 933; Stumpf 1353.

Kommentar

Das Recht der freien Bischofswahl wurde gestrichen. Die Grenzen des Forstbannes nahm man nicht in der erweiterten Form aus dem DH. II. 17 (Reg. 1506), sondern aus der Vorurkunde; es war dies ein Versehen der Kanzlei und ist nicht als Widerruf des DH. II. 17 aufzufassen, denn nach Diekamp, Westf. UB. Suppl. 95 zu no. 586 war das Bistum später noch im Besitze des umfangreicheren Bannbezirkes. – Erwähnt in der Vita Meinwerci c. 9 (SS. schol.); zur Sache vgl. die bei B.-Uhlirz, Regg. Ottos III. no. 1396 angeführte Literatur und Wagner, Comitate im Bistum Paderborn, in Westfälische Zeitschrift 103/104 (1954) 226 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1538, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1003-04-02_1_0_2_4_1_134_1538
(Abgerufen am 17.01.2017).