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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich schenkt dem Erzbischof Hartwig von Salzburg auf dessen Bitte sowie auf Intervention der Königin Kunigunde auf Lebenszeit ein bisher der Mutter des Königs Gisela gehöriges Gut im Lungau (Salzburg) unter der Bedingung, daß dasselbe nach dem Tode Hartwigs an die Domherren der Salzburger Kirche übergehen solle (qualiter nos per assiduam interventionem dilecte coniugis nostre Chunigunde videlicet regine Hartwici fidelis nostri Juuauensis ecclesie archiepiscopi promptam servitutem perpendentes et ob hoc precibus suis vota nostra inclinantes quoddam nostri iuris predium in Lungowe, id est quicquid dilecta mater nostra Gisela hactenus ibi possidere et potestative visa est continere, ... sicut nos et mater nostra possidemus iure imperiali, ad sanctum Petrum sanctumque Rodbertum per hoc regale monimentum in proprietatem concessimus, eo videlicet tenore quatinus prefatus archiepiscopus hec teneat usitet et potestative omnibus diebus vite sue possideat et post eius ab hac vita discessum in usus fratrum canonicorum sancto Rŏdberto servientium revertatur). – Egilbertus canc. vice Willigisi archicap.; wahrscheinlich außerhalb der Kanzlei verfaßt, mit Anklängen an den Sprachgebrauch des EB; „Competit regibus.”

Überlieferung/Literatur

fehlt; war aber um 1806 noch vorhanden (vgl. Sickel NA. 1, 455).

Salzburger Kammerbücher 1, f. 111 aus dem Ende des 13. Jh. im Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (B); Codex traditionum capit. Salisburg. f. 37' aus dem Anfang des 14. Jh., ebenda (C) = Transsumpt des B. Engelmar von Chiemsee von 1417 März 4 (D) ebenda, ohne nähere Beschreibung des Originals oder des Siegels.

Kleinmayrn, Iuvavia, Anh. 213 no. 83 aus B; MG. DD. 3, 36 no. 33; Hauthaler-Martin, Salzburger UB. 2, 177 no. 64.

Böhmer 922; Stumpf 1340, beide zu Nov. 25.

Kommentar

Nach Bresslaus Vorbemerkung zu DH. II. 33 kann keine der beiden Abschriften als die durchwegs zuverlässigere betrachtet werden, doch trägt C nach Hauthaler-Martin l. c. am unteren Rande des Blattes den Vermerk „examinatum cum originale”, der möglicherweise aus dem 14. Jh. stammt und vermuten läßt, daß vor der Transsumierung C mit dem Original kollationiert wurde, worauf der öffentliche Notar sein Transsumpt D nach C anfertigte. – Über die Lage des geschenkten Gutes im Gebiet von Mauterndorf (BH. Tamsweg, Salzburg) vgl. H. Widmann, Geschichte Salzburgs 1, 173 f., ferner E. Klebel, Lungau (1960) 55 ff. und zu den Erwerbungen des Domkapitels im Lungau vgl. Hauthaler-Martin l. c. und Wallmann in Mitteil. d. Ges. f. Salzburger Lkd. 9 (1869) 277 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1524, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1002-11-24_3_0_2_4_1_106_1524
(Abgerufen am 24.01.2017).