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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich feiert hier nach einem Empfang durch Bischof Gebhard von Regensburg das Fest des hl. Martin (Thietmar V, 22). – Während eines längeren Aufenthaltes in Regensburg (vgl. Regg. 1512–1524) erscheint Herzog Wlodowej von Böhmen, der nach dem Sturze Boleslaws III. dort die Herrschaft übernommen hatte. Er kommendiert sich dem König und wird mit dem Herzogtum Böhmen belehnt. – Bischof Leo von Vercelli hat wohl hier im Namen der italienischen Anhänger des Königs diesen zum Zuge gegen Arduin von Ivrea aufgefordert.

Überlieferung/Literatur

Thietmar V, 23 (15); Adalbold cap. 14 (SS. 4, 687); Versus de Ottone et Heinrico (MG. Poetae 5, 483).

Kommentar

Wlodowej war vielleicht ein Bruder des Polenherzoga Boleslaw Chrobry von Polen; vgl. Holtzmann, Thictmar 247 Anm. 13. – Zu den böhmischen Wirren vgl. Jbb. Heinrichs II. 1, 231 ff.; Bretholz, Geschichte Böhmens u. Mährens (1912) 114 f.; Holtzmann, Kaiserzeit 401; zur staatsrechtlichen Stellung Böhmens vgl. Wegener, Böhmen, Mähren u.das Reich im Hochmittelalter (1959) 55 f. – Zur Gesandtschaft Leos vgl. Bloch NA. 22 (1897) 100 Anm. 2; Jbb. l. c. 239 Anm. 5 und Reg. 1483 ee.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1511a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1002-11-11_1_0_2_4_1_93_1511a
(Abgerufen am 08.12.2016).