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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Heinrich, der hier den Aposteltag Peter und Paul feiert, erwartet vergeblich den einer Entscheidung ausweichenden Herzog Hermann II. von Schwaben. Eine Verwüstung der Stadt Konstanz, deren Bischof Lanbert mit Bischof Othelrich von Chur den Schwabenherzog mehr gezwungen als freiwillig unterstützte, lehnt er ab. Er verheert die Höfe des Herzogs und beschließt, nach Franken zurückzukehren. Noch vor dem Verlassen Schwabens verlangt sein treuer Anhänger Graf Heinrich von Schweinfurt (Markgraf im bay. Nordgau) die ihm schon lange versprochene Belehnung mit dem Herzogtum Bayern. Der König verweist auf das alte Recht dieses Stammes, sich einen Herzog frei wählen zu dürfen (ab initio ducem eligendi liberam habere potestatem), und vertröstet den Markgrafen bis zur Rückkehr nach Bayern. Daraufhin zieht sich dieser allmählich vom König zurück, begleitet ihn aber noch von Schwaben über Franken nach Thüringen.

Überlieferung/Literatur

Thietmar V, 13 (8) f.

Kommentar

Thietmar V, 33 spricht von einer alten Feindschaft zwischen der bayrischen Herzogsfamilie und den Schweinfurtern. – Zum Wahlrecht der Bayern vgl. G. Läwen, Stammesherzog u. Stammesherzogtum 62 (Neue deutsche Forsch., Abt. Mittelalterliche Geschichte 1, 1935).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1487c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1002-06-29_1_0_2_4_1_57_1487c
(Abgerufen am 28.03.2017).