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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,4

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Beisetzung Kaiser Ottos III. in der Marienkirche (Thietmar IV, 53). Der überwiegende Teil der anwesenden Fürsten verpflichtet sich, Herzog Hermann II. von Schwaben zur Krone zu verhelfen, da Herzog Heinrich IV. von Bayern aus verschiedenen Gründen für eine Thronfolge nicht geeignet sei. – Die Nachricht der Ann. Sangall. maior. von einer beabsichtigten Teilung des Reiches ist mit Vorsicht aufzunehmen, da die übrigen zeitgenössischen Quellen nichts davon wissen.

Überlieferung/Literatur

Thietmar IV, 54 (34): Maxima pars procerum, qui hiis interfuerunt exequiis, Herimanno duci auxilium promittunt ad regnum acquirendum et tuendum, Heinricum mencientes ad hoc non esse idoneum propter multas causarum qualitates; Ann. Sangall, maior. (SS. 1, 81): Cum quo (sc. Heinrico duce) et Herimannus, dux Alamanniae et Alsatiae, regnum forte dividere et parti aspirare temptabat.

Kommentar

Die Namen der am Begräbnis teilnehmenden Fürsten werden in den Quellen nicht genannt; nur das aus der zweiten Hälfte des 12. Jh. stammende Chron. Lauresham. (SS. 21, 402) erwähnt die Anwesenheit des Herzogs Gottfried von Niederlothringen. – Unter der von Thietmar allein vermerkten, mangelhaften idoneitas Heinrichs ist wohl dessen Kränklichkeit zu verstehen; vgl. Holtzmann, Kaiserzeit 387 u. Jbb. Heinrichs II. 1, 212 f. – Zur Persönlichkeit Hermanns von Schwaben vgl. Thietmar V, 3 (2) u. 22, ferner Adalbold cap. 5 (SS. 4, 685) und die Miracula S. Verenae cap. 20 (SS. 4, 460). – Nach Thietmar V, 39 (24) gehörte auch Erzbischof Gisiler von Magdeburg zu den Anhängern des Schwabenherzogs.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,4 n. 1483ss, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1002-04-05_1_0_2_4_1_43_1483ss
(Abgerufen am 23.05.2017).