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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Nachdem Herzog Heinrich auf Bitte seines Schwagers, des Grafen Heinrich von Luxemburg, den Weg freigegeben hat, verläßt der Trauerzug Neuburg und begibt sich auf der über Wintersbach führenden Straße an den Rhein. Kanzler Heribert wird von Heinrich aus der Haft entlassen, nachdem sich dessen Bruder, Bischof Heinrich von Würzburg, bereit erklärt hat, für die Auslieferung der heiligen Lanze zu bürgen.

Überlieferung/Literatur

Thietmar IV c. 51 S. 190: Posteaque ab equivoco suimet Heinrico, cuius sororem vivente inperatore iam duxit, suppliciter exoratus, tandem corpus valedicens singulis ad loca destinata dimisit. ‒ c. 50, S. 188: Archiepiscopus autem custodia parumper detentus, relicto ibi pro vadimonio suimet fratre, cum licentia abiit ac sacram mox lanceam remisit; Adalboldi vita Heinrici c. 4., SS. 4, 684. Ibi valedicens ceteris, ipse ad propria remeavit.

Kommentar

Zweifellos hat sich der Trauerzug dieser Straße bedient, um an den Rhein zu gelangen, auch wenn sie erst für die Zeit Heinrichs III. nachweisbar ist. Vgl Rieckenberg, Königsstr. 109. ‒ Der von Thietmar genannte Heinrich ist der Graf von Luxemburg, mit dessen Schwester Kunigunde sich Herzog Heinrich IV. von Bayern vermutlich während des Aachener Aufenthaltes Ottos III. im J. 1000 vermählt hatte. Vgl. Reg. 1362 b.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1450IVi, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1002-03-00_3_0_2_3_0_1340_1450IVi
(Abgerufen am 23.04.2017).