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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Tod der Äbtissin Gerberga von Gandersheim.

Überlieferung/Literatur

Necrol. Merseb. 244 (14. Nov.); Ann. Hildesh. (13. Nov.) 28; Ann. necrol. Fuld. SS. 13, 208 (10. Dez.).

Kommentar

Gerberga, die hochgebildete Schwester Heinrichs des Zänkers, hatte schon 957 (?) die Leitung des Kanonissenstiftes übernommen, das von ihr vortrefflich verwaltet wurde. Besondere Pflege erfuhr die Dichtkunst (Hrotswith); der Neubau des Klosters wurde nach dem Brand (973) durchgeführt. ‒ Die Weihe des neuen Domes in Gandersheim gab Anlaß zum Ausbruch des Gandersheimer Kirchenstreites. ‒ Nachfolgerin wurde die Kaisertochter Sophie, die schon während der letzten Lebensjahre Gerbergas die Herrschaft an sich gerissen hatte; ihre Einsetzung erfolgte jedoch erst unter König Heinrich II. vor August 1002. Vgl. Hirsch, Jbb. H. II. 1. Bd. 201 Anm. 1; R. Köpke, Hrotsuit von Gandersheim. Otton. Studien II. (1869) 33 ff.; Weiland, Chronol. d. Äbtiss. von Quedlinburg u. Gandersheim. Zs. Harzver. VIII. (1875) 484ff.; Winterfeld, Die Werke Hrotsvitha v. G. (1912).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1426g, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1001-11-00_3_0_2_3_0_1284_1426g
(Abgerufen am 18.01.2017).