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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Erhebung des Kardinallegaten Friedrich zum Erzbischof von Ravenna.

Überlieferung/Literatur

Thangmari vita Bernwardi c. 30. SS. 4, 772: Praefatus quoque Frithericus non multo post (Synode von Pöhlde, Reg. 1419 c) episcopalem cathedram Ravennae obtinuit. ‒ Vgl. Reg. 1422 e.

Kommentar

Friedrich erhielt für sein Erzbistum die reichsten Gnadenbeweise des Kaisers. Vgl. DD. 416, 418, 419, 420, Regg. 1430, 1432‒34. Am wichtigsten ist die Verleihung der Gerichtsbarkeit in Ravenna selbst und der öffentlichen Gewalt in dem gesamten Patriarchat, sowie die Schenkung zweier Klöster in Pola. Diese Verankerung des Erzbistums in Istrien und zugleich die bedeutende Stärkung seiner Stellung in Italien entspricht dem Streben der Ottonen und besonders Ottos III., sich hier einen Stützpunkt der kaiserlichen Politik an der Adria zu sichern. ‒ Vgl. dazu M. Uhlirz, Kirchenpol. 315f.; Restitution des Exarchates 17 ff. ‒ Die Erhebung Friedrichs muß spätestens Mitte November erfolgt sein, da er schon am 22. (in D 416, Reg. 1430) als Erzbischof erscheint.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1426f, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1001-11-00_2_0_2_3_0_1283_1426f
(Abgerufen am 24.08.2017).