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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto bestätigt zu seinem Seelenheil ein zwischen dem Bischof Bernward von Hildesheim und seinem getreuen Grafen Bardo abgeschlossenes Tauschgeschäft, das Güter zwischen Weser und Leine betrifft (qualiter Bernuuardus sanctae Hildeneshemensis aecclesiae ... antistes et unus comes ex nostris fidelibus nomine Bardo quoddam concambium ... iste de suo comitatu et ille de suo episcopatu, inter fluvios Lagenam et Vviseram fieri decreverunt. Sed quia illud partim in nostro ... pendebat arbitrio, prefati episcopi Bernuuardi pię satisfacientes peticioni pro ... animę ... nostrę salute illorum qualiscumque fuerit convenientiam ratam fieri nostro assensu proposuimus). ‒ Heribertus canc. vice Uuilligisi archiep.; Diktat des Her. F, der auch die erste Zeile und den Anfang der Arenga bis „sanctae dei aecclesiae” schrieb, während die Vollendung der Reinschrift durch einen Privatschreiber italienischer Herkunft erfolgte, der die Zahl der kaiserlichen Regierungsjahre irrtümlich mit VII (statt VI) angegeben hat; M., B. 4. „Noverit omnium sanctae dei aecclesiae nostrorumque fidelium industria”.

Überlieferung/Literatur

Niedersächsisches Staatsarchiv zu Hannover, Domstift Hildesheim Nr. 10, 1943 durch Bombenabwurf vernichtet.

Abschrift aus dem 15. Jh. in dem Chartular von Hildesheim p. 520 Nr. 821, ebd., gleichfalls vernichtet.

Koken im N. vaterl. Archiv 13 (1828), 267 aus Manuskript Hoffmanns (Antiquitates Hildesheimenses) im Staatsarchiv Hannover; MG. DD. O. III. 843, Nr. 409; UB. Hochstift Hildesheim I. 35 f., Nr. 45.

Sybel-Sickel, Kaiserurkk. i. Abbild. 9. Taf. 12.

Stumpf 1267.

Kommentar

Die Bitte Bernwards ist zweifellos durch den Kardinallegaten Friedrich überbracht worden. Die Genehmigung des Kaisers war notwendig, da es sich bei dem Tausch um Reichsgut, bzw. Kirchengut gehandelt hat. ‒ Zu dem Notar Her. F vgl. Stengel, Immunitätspriv., 213. ‒ Der Titel „Otto tercius servus apostolorum” ohne jeden Zusatz läßt wie in D 407 (Reg. 1421) die Verwertung eines Blankettes vermuten. ‒ Zu dem Manuskript Hoffmanns in dessen Antiquitates Hildesheimenses im Staatsarchiv zu Hannover vgl. Waitz, Beschreib. v. Handschriften. Arch. d. Ges. f. ält. dtsch. Geschk. XI. (1858) 460, Nr. 5.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1423, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1001-09-11_1_0_2_3_0_1269_1423
(Abgerufen am 24.01.2017).