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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Eintreffen des Kardinallegaten Friedrich am kaiserlichen Hoflager. Die von ihm überbrachten Nachrichten von den Vorgängen in Pöhlde versetzen Kaiser und Papst in tiefe Erregung; sie erlassen an die deutschen Bischöfe den Befehl, zu der Weihnachtssynode (nach Todi) zu kommen und gleichzeitig ihre Aufgebote dem Kaiser zuzuführen.

Überlieferung/Literatur

Thangmari vita Bernwardi c. 30. SS. 4, 772: ... Vicarius autem cum domno episcopo Bernwardo aliquantum moratus, praecipuis muneribus ipse et omnes sui remunerati, in pace dimissus est; perveniensque ad apostolicum et imperatorem, legationis ordinem aperuit. Super quo graviter indignati, iubent universos Theotiscos episcopus circa natale Domini ad illorum praesentiam festinare, non solum ad synodum, sed cum omni suo vassatico ita instructos, ut ad bellum, quocumque imperator praecipiat, possent procedere.

Kommentar

Der Zeitpunkt der Rückkehr Friedrichs ergibt sich aus der Mitteilung Thangmars, daß Friedrich nach dem 23. Juni kurze Zeit bei Bernward verweilt habe. Wenn er daher Anfang Juli von Hildesheim abgereist ist, konnte er ohne besondere Eile Mitte August das kaiserliche Hoflager erreicht haben. Die Einberufung zur Synode von Todi muß zu dieser Zeit, spätestens Anfang September stattgefunden haben. Die Zeit war sehr knapp bemessen, da es sich nicht nur um die Anreise der Fürsten, sondern auch um die Sammlung ihrer Aufgebote handelte. Tatsächlich sind viele von ihnen erst im Jänner 1002 eingetroffen. Vgl. Regg. 1437 a ‒ c.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1422d, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1001-08-00_2_0_2_3_0_1267_1422d
(Abgerufen am 24.10.2017).