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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Dem Grafen Daiferius wird vom Papst Silvester II. ohne Zweifel im Einverständnis mit dem Kaiser als Belohnung seiner bisher geleisteten Waffendienste für drei Generationen die Stadt Terracina mit allen Befestigungen und der umliegenden Grafschaft als Militärlehen gegen die Erstattung eines Rekognitionszinses verliehen.

Überlieferung/Literatur

JL. 3912. ‒ IP. II. 121 Nr. 1. ‒ Migne, Patrol. lat. 139 Nr. 6 Sp. 276 f.; Giorgi, Doc. Terracinensi I. 63 ff., 74 ff.; Jbb. O. III. 563.

Kommentar

Daiferius, ein Verwandter des Fürstenhauses von Gaeta, war höchstwahrscheinlich Graf von Traetto. Vgl. über die Bedeutung dieser Verfügung, die durch die lange Dauer der Verleihung den von Papst und Kaiser vertretenen Grundsätzen widerspricht und daher eine ausdrückliche Verwahrung gegen die Möglichkeit einer Entfremdung der Stadt Terracina enthält: Tomasetti, Feudalismo Romano 47 f. u. Studi e documenti di storia e diritto XIX (1898) Nr. 4.; Falco, Aniministrazione papale 684 ff., 697 ff., 701 ff.; Kölmel, Kirchenstaat 40 f.; Jordan, Eindringen d. Lehenswesens, AUF. 12 (1932) 38 ff.; Jbb. O. III. 343 f., Exkurs XXI. 563f. ‒ Daiferius war mit Stephania, einer Tochter des „Praefectus” Gregorius, vermählt. Vermutlich war dieser der Praefectus Navalis Gregor Graf von Tusculum. Zu der Möglichkeit, daß es sich bei Stephania um jene vornehme Römerin dieses Namens handelt, die in Verbindung mit dem Kaiser und fälschlich als Gemahlin des Crescentius genannt wird, vgl. Jbb. O. III. Exkurs XXV. Die Quellen über den Tod Ottos III. 594f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1394e, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1000-12-00_2_0_2_3_0_1183_1394e
(Abgerufen am 27.07.2017).