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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Erzkanzler Willigis kommt am Tag vor dem Fest des heil. Matthäus nach Gandersheim in Begleitung der Bischöfe Rethar von Paderborn, Bernhar von Verden und des Herzogs Bernhard von Sachsen zur Weihe der Klosterkirche, zu der auch Bischof Bernward von Hildesheim eingeladen wird. Statt ihm erscheint am 21. Bischof Eckard als sein Vertreter und überbringt seine Botschaft, der Erzbischof möge von einer Einmischung in Angelegenheiten seiner Diözese abstehen. Bernward sei bereit, wenn Willigis seine Ansprüche durch Privilegien stützen könne, sich in einer Synode mit ihm auseinanderzusetzen. Daraufhin erteilt ihm der Erzkanzler den Befehl, sich am nächsten Tag (22.) in Gandersheim zur Teilnahme an der Weihe einzufinden. Bernward bleibt dennoch fern, aber Eckard vertritt seinen Standpunkt so geschickt, daß Willigis zwar während der Feier der Messe einige Privilegien verlesen läßt, auf die er seine Ansprüche stützt, von der Weihe der Klosterkirche jedoch absieht und für den 28. November eine Provinzialsynode zur Prüfung der gesamten Angelegenheit einberuft.

Überlieferung/Literatur

Thangmari vita Bernwardi c. 18. SS. 4, 766 f.; Wolfhere vita Godehardi prior. c. 21. SS. 11, 182.

Kommentar

Vgl. Reg. 1390 e. ‒ Jbb. O. III. 349 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1390f, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1000-09-00_1_0_2_3_0_1171_1390f
(Abgerufen am 24.03.2017).