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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto begibt sich von Pavia nach Borgo San Donnino, wohin ihm anscheinend Markgraf Raimbald von Treviso entgegengekommen ist. Hier dürfte ihn ein neuer Hilferuf des Papstes erreichen; auch aus Süditalien treffen beunruhigende Nachrichten ein.

Überlieferung/Literatur

Vgl. DD. 378‒381, Regg. 1387‒1390. ‒ Vgl. ferner den Brief des Papstes über den Aufstandsversuch in Orta n. v. Rom in Jbb. O. III. Exkurs XXI. Urkunden und Briefe P. Silvesters II. 561 ff. Vgl. Reg. 1376 d.

Kommentar

Der Papst hat in seinem Schreiben den Kaiser gemahnt, die Vorgänge in Orta nicht zu leicht zu nehmen (Sed que nobis apud ortam inter sacra missarum solempnia pervenerunt, non leviter accipienda censeo). Er hat ferner vorgeschlagen, daß bei der Rückforderung der päpstlichen Gerechtsame in dem Sabinerland kaiserliche Missi mitwirken sollten, um dem Mangel an Lebensmitteln durch die zu jener Zeit verfügbaren Mengen von Früchten abzuhelfen (Hoc solum nunc si non propter nos saltem propter vos vestrosque precor ut que nostri iuris in sabino a quibuslibet detinente per vestrum nostrumque legatum in nostrum dominium revocentur, ut indigentiam rerum summoveat presens copia fructuum). Es kann sich hier um die Einbringung schuldiger Abgaben und um die Rückforderung entfremdeten Kirchengutes gehandelt haben. Jedenfalls war durch die herrschenden Zustände die Versorgung Roms behindert worden.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1386a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1000-07-00_1_0_2_3_0_1161_1386a
(Abgerufen am 28.03.2017).