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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto verläßt Aachen und zieht mit großem Gefolge, in dem sich seine jungen Freunde, darunter der Karolinger Herzog Otto, der Sohn Karls von Niederlothringen, befinden, über Ingelheim den Rhein aufwärts.

Überlieferung/Literatur

Vgl. Reg. 1371‒1376.

Kommentar

In Aachen haben vor der Abreise des Kaisers zweifellos Verhandlungen darüber stattgefunden, wem er für die Zeit seiner Abwesenheit die cura regni anvertrauen solle. Vielleicht hat Otto den Herzögen die Wahrung seiner Rechte übertragen; eine besondere Vertrauensstellung scheint Markgraf Ekkehard von Meißen eingenommen zu haben. Otto hat ihn auffallend ausgezeichnet (vgl. Reg. 1364); vermutlich ist es ihm damals gelungen, in Thüringen die Führung zu erlangen (vgl. Reg. 1382 a). ‒ Auch mit Heribert, der in Köln zurückgeblieben sein dürfte, wird der Kaiser, der seinen frühen Tod befürchtete, über die „cura regni” verhandelt haben. Sie gaben sich das Versprechen, wenn einer von ihnen aus dem Leben scheiden würde, zu dessen Andenken ein Kloster in der Nähe Kölns zu errichten. Zu diesem Zweck dürfte damals die Schenkung des römischen Kastells Deutz bei Köln durch den Kaiser an Heribert erfolgt sein. Vgl. Lantberti, Vita Heriberti c. 7, SS. 4, 245; Reg. 1366; Hirschfeld, Quell. z. R. u. Wg. d. rhein. Städte. Publ. Rhein. Geschichtsk. 29/2 (1911), S. 102.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1370e, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1000-05-00_3_0_2_3_0_1134_1370e
(Abgerufen am 23.05.2017).