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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Vermutlich findet während des Aufenthaltes Ottos in Aachen die Vermählung Herzog Heinrichs IV. von Bayern mit Kunigunde, der Tochter Sigfrieds, vermutlich des Älteren, Grafen von Luxemburg statt.

Überlieferung/Literatur

Thietmar IV c. 51, S. 190.

Kommentar

Thietmar berichtet, daß die Eheschließung noch bei Lebzeiten Ottos III. (vivente imperatore) stattgefunden habe. Es ist daher naheliegend, an die Zeit des Aachener Aufenthaltes zu denken, da sich Herzog Heinrich damals in der Umgebung des Kaisers befand, dessen Teilnahme an der Trauung nicht ausgeschlossen ist, zumal auch sein Vater, Kaiser Otto II. 980 bei der Heiratsabrede der älteren Tochter Sigfrieds Liutgard mit dem Grafen Arnulf von Holland anwesend gewesen war. Vgl. dazu Jbb. O. III. 99, 456. ‒ Wampach (Altluxemburg. UB. I. Nr. 214, S. 303) verlegt die Vermählung Kunigundes in die Jahre 1000‒1001 und spricht sich gegen die Annahme verwandtschaftlicher Beziehungen aus. Vgl. dazu jetzt M. Uhlirz, Sicco, imperatorius frater. DA. X. (1953) 166 ff.; Die beiden ersten Grafen v. Luxemburg NA. 12 (1956) S. 36 ff. ‒ Riezler, Gesch. Baierns I2, 6; Hirsch, Jbb. H. II. 1. Bd. 184 f. u. Exkurs XI. 530 ff.; Renn, Luxemburger Grafenhaus, 81.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1362b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1000-05-00_2_0_2_3_0_1115_1362b
(Abgerufen am 26.07.2017).