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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto erneuert dem von dem Grafen Ekkard errichteten Kloster Helmarshausen die in dem Gründungsprivileg vom 8. Oktober 997 (D 256, Reg. 1238) gewährten Vorrechte mit Abänderung des Vogtwahlrechtes, gemäß dem jetzt nicht mehr der älteste Vertreter der Familie des Stifters als Vogt nachfolgen, sondern das Wahlrecht nach dem Tode Ekkards auf Abt und Klosterbrüder übergehen soll. (Insuper Echardum comitem super sepe dictum monasterium advocatum sancimus esse ponendum. Et post ipsius obitum abbas eiusdem monasterii communi consultu fratrum habeat licentiam eligendi potenter advocatum idoneum ad tale officium). ‒ Heribertus canc. vice Uuilligisi archiep.; nach Vorlage der Vorurkunde D 256 von Her. C verfaßt (Stengel, Immunitätspriv. 209f.), der auch der Schreiber gewesen sein dürfte.; M. „Omnes fideles nostri praesentes atque futuri sagaciter intendant”.

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Kopialbuch des 16. Jh. im Staatsarchiv zu Marburg Hs. K. 240 a, f. 10'.

Fragm. Wenck, Hess. Ldgesch. 2b (1789) 37, Anm.; daraus MG. DD. O. III. 785 f., Nr. 356; Vollständ. verbess. Text bei Kehr, Helmarshausen Nr. 2, NA. 49, 104 f.

Stumpf 1219.

Kommentar

Die Vorlage der fragmentarischen Wiedergabe der Urkunde bei Wenck, das oben angegebene Kopialbuch, war mehr als ein Jahrhundert nicht auffindbar gewesen; erst in dem 2. Jahrzehnt des XX. Jh. tauchte dieses Papierheft im Marburger Staatsarchiv wieder auf und die Helmarshausener Urkunden erfuhren eine eingehende Untersuchung durch P. Kehr, der auch die Texte für die drei DD. O. III. 256, 356, 357 und für das Privileg Papst Silvesters II. vom April 999 (Reg. 1307 a) richtiggestellt hat. ‒ Der Anlaß zur Ausstellung von D 356 gab die Notwendigkeit, die Bestimmung der Gründungsurkunde D 256, Reg. 1238 über die Vogtwahl zu ändern, die wahrscheinlich infolge der ablehnenden Haltung der Familie des Stifters gegen die Klostergründung eingetreten war. ‒ Über Ekkard u. Helmarshausen vgl. Reg. 1238. ‒ Zur Vogtwahl vgl. Rathgen, Eigenkirchl. Elemente d. Klostervogtei, 6 ff.; Büttner, Elsaß, 211, Anm. 236. ‒ Graf Ekkard und Abt Haulf von Helmarshausen dürften sich dem Gefolge des Kaisers auf der Fahrt von Quedlinburg nach Tribur angeschlossen haben.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1358, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1000-04-21_1_0_2_3_0_1108_1358
(Abgerufen am 29.05.2017).