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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto begibt sich über Zeitz, wo er von dem Bischof Hugo gastfreundlich aufgenommen wird, nach Meißen. Hier bereitet ihm Markgraf Ekkehard, der vorangeeilt ist, mit dem Bischof Eid einen glänzenden Empfang.

Überlieferung/Literatur

Thietmar IV c. 45, S. 182: Cesar autem ad Citicensem perveniens urbem, a secundo Hugone, eiusdem sedis provisori tercio, ut decuit imperatori, suscipitur. Deindeque recto itinere Misnensem tendens ad civitatem, a venerabili Egedo, huius aecclesiae episcopo, et a marchione Ekkihardo, qui apud eum inter precipuos habebatur, honorabiliter accipitur.

Kommentar

Die Marschgeschwindigkeit auf der Fahrt nach Gnesen muß eine bedeutende gewesen sein (vgl. auch Schramm, Renovatio I. 135, Anm. 3). Im allgemeinen sind aber von den Herrschern, die allerdings oft dem schwerfälligen Troß vorangeeilt sind, und besonders von Boten viel größere Leistungen vollbracht worden als man früher angenommen hatte. Kehr hatte 20 bis höchstens 35 km als normale Tagesleistung angenommen und als Durchschnitt 60‒70 km an zwei Tagen oder 40‒50 km täglich verworfen (Urkk. O. III. 233f., Anm. 1, 235, Anm. 3, 239, 249 ff.). Sickel war schon zu höheren Schätzungen gelangt (Erläut. 383 ff.) und hatte für weite Entfernungen wie Gnesen Durchschnittsleistungen von c. 48 km für möglich gehalten. Die Jahreszeit war für einen Ritt oder für eine Schlittenfahrt nach Gnesen günstig, der gefrorene Boden erleichterte das Fortkommen, das bei Eintritt von Tauwetter im Frühjahr sehr erschwert worden wäre. ‒ F. Ludwig, Reise u. Marschgeschwindigkeit (1897),1 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1349b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1000-02-10_1_0_2_3_0_1085_1349b
(Abgerufen am 29.03.2017).