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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Feierlicher Empfang Ottos in Regensburg durch Bischof Gebhard und die deutschen Reichsfürsten, die sich mit ihren Aufgeboten eingefunden haben. Beratungen mit den Fürsten, die mindestens bis zum 6. Februar andauern.

Überlieferung/Literatur

Thietmar IV c. 44, S. 182: Sed cum Ratisbonam veniret, a Gebhardo, eiusdem aecclesiae antistite, magnifico honore susceptus est, comitantibus secum Ziazone tunc patricio et Robberto oblacionario cum cardinalibus. Nullus imperator maiori umquam gloria a Roma egreditur neque revertitur. Huic Gisillherus obviam pergens gratiam eius quamvis non firmam promueruit et comitatur. ‒ Ann. Quedlinb. SS. 3, 77: Transcensa vero Alpium difficultate ut primo hisce portibus pedem inferre potuit, tota ei Gallia, Francia, Suevia equestri et pedestri agmine turmatim obviam ruit.

Kommentar

Wahrscheinlich hat sich hier, wenn nicht schon früher, Herzog Heinrich von Bayern, ebenso wie der von Köln kommende Kanzler Heribert dem kaiserlichen Gefolge angeschlossen. Zur Anwesenheit Heinrichs vgl. Jbb. O. III. 317, Anm. 6. ‒ Nach den Worten Thietmars könnte man vermuten, daß Gisilher ebenfalls den König in Regensburg erwartet habe. Dagegen spricht jedoch die Ausstellung der Schenkungsurkunde D 344 für Magdeburg in Staffelsee; vgl. Reg. 1341. ‒ Die Verhandlungen des Kaisers mit den Fürsten bezogen sich zweifellos auf die Frage der Erhebung Boleslaws von Polen zum König und die Errichtung des Erzbistums in Gnesen, wahrscheinlich aber hat Herzog Heinrich von Bayern auch von den Erfolgen seines Schwagers Stephan in der Christianisierung Ungarns berichtet und dessen Wunsch nach Erlangung der Königswürde vermittelt. Vgl. Jbb. O. III. 317f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1341a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1000-01-20_1_0_2_3_0_1075_1341a
(Abgerufen am 24.07.2017).