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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Ankunft des Kaisers, der hier von mehreren Reichsfürsten, darunter Erzbischof Gisilher von Magdeburg, der trotz seiner Erkrankung mit seinem Vogt erschienen ist, und vermutlich auch von den Prinzessinnen Adelheid und Sophie erwartet wird. Der Kaiser gewährt zwar dem Erzbistum Magdeburg eine Schenkung zum Seelenheil seiner Großmutter, der Kaiserin Adelheid, doch empfängt er Gisilher mit Vorwürfen über sein Verhalten in der Merseburger Frage und fordert von ihm den Verzicht auf das Magdeburger Erzbistum. Als Gisilher nicht einwilligt, beruft der Kaiser für Ostern eine Nationalsynode nach Quedlinburg.

Überlieferung/Literatur

Ann. Quedlinb. SS. 3, 77: Dominae etiam imperiales, germanae suae sorores, Sophia et Adelheida, cum Saxoniae et Thuringiae utriusque sexus primis occurrendo, velut unicum unice dilectum ac merito diligendum, ipso, ut ita dicam, corridente mundo, unanimi gratulatione suscipiunt, ac cum eo pariter, quamdiu destinati itineris acceleratio patiebatur, debita caritate morantur; Chron. episc. Merseb. SS. 10, 170: Imperator vero cum nostras remearet in partes, Giselherus vulpina blandiens calliditate quasi gaudens de adventu regis occurrit, quem rex dire ... arguit, iniuste possessa relinquere, ad iniuste relicta redire hortatur. Quibus adhortationibus non acquiescente Giselhero, in proximum pasca synodus in Quidelingenburg indicitur, cunctisque Teutonici regni episcopiis eo venire mandatur.

Kommentar

Die Nachricht der Quedlinburger Annalen von dem Empfang Ottos durch seine Schwestern kann sich auch auf den Regensburger Aufenthalt beziehen. Daß sich Gisilher schon in Staffelsee eingefunden hat, wird durch die Ausstellung von D 344 (Reg. 1341) bezeugt.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1340a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1000-01-00_1_0_2_3_0_1073_1340a
(Abgerufen am 25.05.2017).