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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Otto bestätigt neuerdings auf Intervention und Bitte des Erzbischofs Leo dem Erzbistum Ravenna seinen gesamten Besitz und fügt noch die Schenkung der drei Grafschaften Bobbio Sarsina, Forli und Forlimpopoli, die er früher dem Erzbischof Gerbert und jetzigen Papst auf Lebenszeit gegeben hat, hinzu. Die Poena pecuniaria wird von 100 Pfund auf 1000 Pfund Goldes erhöht (insuper addimus et concedimus eidem sanctae Rauennatum ecclesiae comitatum Bobiensem, comitatum Foroliuiensem, comitatum Foropompiliensem cum civitatibus atque districtu earum et omnibus ad eosdem pertinentibus sicut Gilberto antea eiusdem sanctae Rauuennatis ecclesie archiepiscopo et nunc apostolicae sedis pontifici constituto diebus vitae suae tantummodo largiti sumus, ... si aliquis ... de omnibus predictis molestare ... tentaverit, mille libras auri optimi compositurum se sapiat, ...). ‒ Herembertus canc. vice Petri Cumani episc. et archicanc.; wörtliche Wiederholung mit den angeführten Zusätzen von D 330 (Reg. 1328). „Si locis divino cultui mancipatis”.

Überlieferung/Literatur

fehlt.

Abschrift d. 16. Jh. Arezzo, Bibl. comunale 112, Relazione e notizie stor. I, f. 237' (C); Abschrift des 16./17. Jh. Urb. lat. 813, f. 60‒64 in der Vatikanischen Bibliothek zu Rom (D) und noch fünf weitere Abschriften aus dem 17. Jh.; Abschrift aus dem 17. Jh. Cod. 863, f. 254' in der Biblioteca Corsiniana in Rom (D); Guilielmus Valla Rhegiensis Jtaliae Exarchatus f. 330, MS. des 17. Jh. in der Biblioteca Nazionale zu Florenz (E).

Giesebrecht, Kaiserzeit I2 (1860) 868 (aus E); MG. DD. O. III. 770 ff., Nr. 341.

Stumpf 1208.

Kommentar

Vgl. Schramm, Renovatio I, 104; M. Uhlirz, Restitution des Exarchates Ravenna 12f., 15 ff., 21 ff. ‒ Der oben angeführte Zusatz ist von besonderer Bedeutung, da aus ihm hervorgeht, daß der Kaiser drei von den Grafschaften des Pentapolis „qui sub lite sunt” (Reg. 1195) zuerst Erzbischof Gerbert als persönliches Geschenk übergeben, jetzt aber der Ravennater Kirche als Besitz zugesprochen hat. Eine Restitution an die römische Kirche in dem Sinn, wie sie die Kurie in Rom anstrebte, ist freilich auch jetzt nicht erfolgt. ‒ Zur Rekognition vgl. DD. O. III. S. 896. ‒ Heribert war nicht anwesend, er befand sich noch in Köln. Vgl. Reg. 1337.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1338, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0999-12-19_1_0_2_3_0_1065_1338
(Abgerufen am 27.03.2017).