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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Wichtige Beratungen Ottos mit Silvester II., Hugo von Tuszien, Heribert, Leo von Vercelli und Erzbischof Leo von Ravenna, an denen auch andere vertraute Freunde des Kaisers teilgenommen haben.

Überlieferung/Literatur

Vgl. D 331 S. 759, Reg. 1329: notum esse volumus, qualiter nos quodam die Roma exeuntes, pro restituenda re publica cum marchione nostro Hugone convenimus et consilia imperii nostri cum venerabili papa Silvestro secundo et cum aliis nostris optimatibus ibidem tractavimus.

Kommentar

Zu den Beratungen, die nicht nur der Wiederherstellung des kirchlichen Besitzes und der Sicherung der kaiserlichen Rechte galten, sondern bei denen zweifellos auch die großen Fragen der Außenpolitik, hauptsächlich in bezug auf Polen erörtert worden sind, vgl. Jbb. O. III. S. 308f.; M. Uhlirz, Ital. Kirchenpol. 294; ter Braak, Otto III. 153 ff.; Schramm, Renovatio I. 130f. ‒ Vgl. auch Jbb. O. III. Exkurs XVIII. Die Vorbereitung der Fahrt nach Gnesen, 538 ff. ‒ Es müssen die von Gaudentius, dem Halbbruder Adalberts, überbrachten Forderungen Herzog Boleslaws besprochen worden sein, die sich einerseits auf dessen Erhebung in den Rang eines Königs, andererseits auf die Errichtung eines Erzbistums für Polen in Gnesen bezogen. Der Kaiser dürfte als Gegenforderung die Überlassung der Reliquien Adalberts oder des größten Teiles derselben und die Bindung des neuen Königreiches an das erneuerte, unter der gemeinsamen Leitung von Kaiser und Papst stehende Imperium Romanorum erhoben haben. Er war schon damals entschlossen, zur Durchsetzung dieser Ziele einen außerordentlichen Schritt zu wagen und selbst den Polenherzog an der vorläufigen Ruhestätte der Gebeine Adalberts aufzusuchen, um dort die Königskrönung zu vollziehen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1325b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0999-09-00_1_0_2_3_0_1041_1325b
(Abgerufen am 16.10.2017).