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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,3

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Unternehmen gegen Capua. Otto sendet vermutlich von Benevent aus, eine aus Schwaben und Franken bestehende Abteilung seines Heeres unter der Führung eines seiner Freunde, Ademar, eines vornehmen Capuaners, gegen dessen Vaterstadt. Die Bewohner Capuas müssen sich unterwerfen und Geiseln stellen. Hierauf wendet sich Ademar, der den Fürsten Laidolf von Capua mit sich führt, gegen Neapel, wo er sich ‒ offenbar nach den Weisungen des Kaisers ‒ des obersten byzantinischen Beamten, des Magisters militum, und des Herzogs Johann IV. bemächtigt. Fürst Laidolf, der beschuldigt wird, an der Ermordung seines Bruders Landenolf beteiligt gewesen zu sein, dessen Gemahlin Maria, ferner Landolf und Oderisius von Gaeta, der Sohn des Grafen Rainald von Marsia, werden nach Rom gebracht, wo sie vor ein Gericht gestellt und zur Verbannung nach Deutschland verurteilt werden.

Überlieferung/Literatur

Leonis chron. Montecass. IIc. 15 SS. 7, 638; Catal. com. Capuae. Cont. Cod. Cav. SS. rer. Langob. 501.

Kommentar

Die Chronologie der Ereignisse ist nicht mit Sicherheit festzustellen, doch spricht große Wahrscheinlichkeit dafür, daß der Kaiser, als der Feldzug gegen Benevent zu seinem Gunsten entschieden war, spätestens gegen Mitte Juli einen Teil seiner freigewordenen Truppen für das gegen Capua, bzw. gegen Neapel gerichtete Unternehmen verwendet hat. Vgl. Jbb. O. III. S. 303 ff. Vgl. zu dem Unternehmen Poupardin, Principautés lombardes, 12; Gay, L'Italie méridionale, 372; Chalandon, Domination Normande, 13; Schipa, Ducato di Napoli. Arch. stor. prov. Napol. XVIII, 476 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,3 n. 1323e, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0999-07-00_3_0_2_3_0_1029_1323e
(Abgerufen am 27.02.2017).